Triebwerksaufhängung Boeing-767 muss auf Risse untersucht werden

Technisches Problem an heikler Stelle: Bei Boeing-Flugzeugen des Modells 767 wurden Risse am Verbindungsstück von Triebwerken und Tragflächen entdeckt. Jetzt müssen alle Maschinen des Typs überprüft werden - jedenfalls in den USA.

Boeing 767-300: Risse in der Triebwerksaufhängung

Boeing 767-300: Risse in der Triebwerksaufhängung


Washington - Die amerikanischen Fluggesellschaften müssen Flugzeuge vom Typ Boeing 767 überprüfen. Das hat die US-amerikanische Luftverkehrsbehörde FAA angeordnet. Betroffen sind 138 Maschinen in den USA. Möglicherweise gebe es Risse in der Triebwerksaufhängung, den sogenannten Pylonen.

Die Pylone verbinden die Triebwerke mit den Tragflächen. Im schlimmsten Fall können Risse in der Aufhängung dazu führen, dass die Triebwerke herunterfallen. Das Problem wurde letzten Monat bekannt, als die Fluggesellschaft American Airlines Risse an mindestens zwei ihrer Maschinen entdeckt hatte.

Die Anordnung der FAA betrifft insgesamt 138 Flugzeuge dieses Typs, die in den USA registriert sind. Weltweit sind weitere 176 solche Maschinen im Einsatz, vermutlich werden auch die geprüft. Denn üblicherweise folgen Luftfahrtbehörden in anderen Ländern dem amerikanischen Vorbild in Sicherheitsfragen.

Betroffen sind aber nur Flugzeuge der Originalbauweise. Neuere Modelle werden so konstruiert, dass das Problem bislang nicht mehr auftat: Boeing kennt das Problem seit fünf Jahren; der Hersteller hat die Konstruktion neuerer Modelle entsprechend verändert.

Erst vor wenigen Wochen hatte Boeing Probleme mit der Luftfahrtbehörde. Mehrfach hatten defekte Fensterheizungen in Boeing-Cockpits Brände ausgelöst. Doch noch hat die FAA keine verbindliche Anordnung erlassen.

boj/apn/AP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.