Tokio - Nach der Atomkatastrophe von Fukushima gab es in Japan zunächst keine starke Opposition gegen die Nutzung der Atomkraft. Das scheint sich nun zu ändern: Laut einer am Sonntag von der Zeitung "Tokyo Shimbun" veröffentlichten Umfrage sind knapp 44 Prozent der Japaner dafür, die Abhängigkeit von der Atomkraft allmählich zu reduzieren und dann ganz darauf zu verzichten. Weitere 36 Prozent stimmen dieser Haltung mehr zu, als dass sie sie ablehnen.
Nur 4,5 Prozent wollen die Atomenergie weiter uneingeschränkt einsetzen, zwölf Prozent tendieren in diese Richtung. Allerdings gaben auch 53 Prozent der Befragten an, stillgelegte Reaktoren wieder hochzufahren, sollte die Energieversorgung des Landes das kurzfristig notwendig machen.
Für die Umfrage wurden in der vergangenen Woche 3000 Erwachsene befragt. Derzeit produzieren nur zwei der 54 Reaktoren Strom, der Rest wurde für Wartungsarbeiten oder Überprüfungen abgeschaltet.
Im Ausnahmezustand: Erdbeben, Tsunami, Fukushima - ein Jahr nach der Dreifach-Katastrophe berichtet SPIEGEL ONLINE in einer Serie aus der Unglücksregion.
mbe/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Technik | RSS |
| alles zum Thema Atomkraftwerke | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH