Umstrittene Erdgasförderung: Forscher wollen Fracking in Deutschland

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Fracking in Lesniowice, Polen: "Langsame Entwicklung" Zur Großansicht
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Fracking in Lesniowice, Polen: "Langsame Entwicklung"

Fracking bedeutet einen harten Eingriff in die Natur: Um Gas zu fördern, werden bei Bohrungen Millionen Liter Chemiebrühe in den tiefen Untergrund gepresst. Wissenschaftler haben das Risiko für Deutschland untersucht - und geben grünes Licht. Unter strengen Auflagen.

Leipzig - Ums Fracking tobt eine Propagandaschlacht. Auf der einen Seite versprechen Firmen billige und sichere Energie: Die Fördertechnologie würde es den USA ermöglichen, unabhängig von Ölimporten zu werden. Deutschland könnte aktuellen Schätzungen zufolge seinen Erdgasbedarf 13 Jahre lang decken, wenn alle verfügbaren Reservoirs per Fracking ausgebeutet würden.

Allerdings werden bei jeder Fracking-Bohrung Millionen Liter Chemiebrühe in den Boden gepresst. Anwohner fürchten die Technologie deshalb, Umweltverbände machen mobil. Sie warnen vor vergiftetem Trinkwasser, künstlichen Erdbeben und verseuchter Landschaft.

Die Bundesregierung hat in einem Gesetzentwurf Fracking in Deutschland prinzipiell genehmigt, die Auflagen müssen jedoch im Einzelfall verhandelt werden. Welche Gefahren drohen? Auf der Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) in Leipzig haben Forscher mehrerer deutscher Institute nun ihre neuesten Erkenntnisse vorgestellt.

Ausgeschlossene Gebiete

Das Urteil der Experten fällt zurückhaltend aus: Sie sehen "keinen Grund für ein grundsätzliches Verbot" des Frackings in Deutschland. "Eine langsame Entwicklung in vorsichtigen Schritten sollte möglich sein", heißt es. Gleichwohl schließen die Forscher zahlreiche Regionen prinzipiell aus.

Für Fracking nicht in Frage kommen den Studien zufolge:

  • Regionen, in denen Trinkwasser gewonnen wird. Die Bundesregierung hat die Fördermethode in solchen Regionen bereits für unzulässig erklärt.
  • Gasreservoirs oberhalb von 1000 Metern sollten nicht angestochen werden, um den Abstand zum Grundwasser zu wahren.
  • Die Umgebung von Bruchzonen im Boden sollte ebenfalls gemieden werden; Klüfte könnten als Aufstiegskanäle für die Fracking-Flüssigkeit dienen.

Zunächst müssten Tests zeigen, ob Fracking in großem Stil sicher funktioniere, fordert der Hydrogeologe Martin Sauter von der Universität Göttingen. Für eine Demonstrationsanlage schlägt er ein Gasreservoir nördlich von Osnabrück vor. "Wir sollten nicht einfach loslegen wie in den USA, dort wurden viele Fehler gemacht", sagt der Forscher.

In den USA hat Fracking ganze Landstriche verschmutzt. Schuld war vor allem der Umgang mit den großen Mengen Abwasser, die nach dem Fracken durchs Bohrloch hochgespült werden. Sie wurden vielerorts einfach in der Landschaft entsorgt. Bedingung in Deutschland soll sein, das Zeug sachgemäß zu entsorgen und einen Teil davon wiederzuverwerten.

Seit Jahrzehnten erprobt

Aus den USA stammen auch jene dramatischen Filme, die gegen das Fracking ins Feld geführt werden: Aus Wasserhähnen schossen Flammen. Die Bilder, berühmt aus dem Film "Gasland", hatten die Erdgasfördermethode Fracking in Verruf gebracht. Angeblich soll beim Fracking brennbares Methan ins Trinkwasser gelangen. Das Schreckensszenario wurde allerdings nie bewiesen. Bekannt ist vielmehr, dass brennende Quellen in den betreffenden Gebieten Amerikas ein altes Phänomen sind, das schon vor Jahrhunderten von Indianern beschrieben wurde.

Gleichwohl bedeutet Fracking einen gewaltigen Eingríff in die Umwelt: Immenser Lärm an den Bohrstätten kündet von der gewaltigen Kraft, die beim Fracking erzeugt werden muss. Ziel des Verfahrens ist es, Erdgas aus dem Boden zu pressen, das nicht einfach aus dem Bohrloch strömt. Mit Hochdruck wird ein zähes Gemisch durch ein betoniertes Bohrloch tief in den Untergrund getrieben, wo es gashaltiges Gestein aufbrechen soll: In Felsporen eingezwängtes Gas tritt aus; es kann gefördert werden.

Die Technologie wird seit Jahrzehnten erprobt. In Deutschland wurde nach Angaben der Industrie rund 300-mal gefrackt, um aus gewöhnlichen Lagerstätten mehr Erdgas rauszuholen. Probleme habe es nicht gegeben, betonen die Bohrfirmen. Nie hätten sich etwa Wasserwerke über etwaige Verschmutzungen beschwert. Gleichwohl wurde nicht genauer erforscht, was mit den riesigen Mengen Fracking-Pampe im Boden geschieht. Ob sie tatsächlich dort unten bleibt, sollen Wissenschaftler untersuchen.

Wo kommt das Methangas her?

Hierzulande liegen die meisten Gebiete unkonventioneller Gaslagerstätten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. In Förderregionen drohen unbestreitbar immense Eingriffe: Im Umkreis von 20 Kilometern würden durch rund 15 Bohrungen jeweils Millionen von Litern Frack-Flüssigkeit in den Boden gepumpt. Anlass zur Sorge gibt, dass die neuen Gaslagerstätten in Deutschland vielerorts flacher liegen als herkömmliches Gas. Das Risiko einer Förderung lasse sich bislang nicht ausreichend abschätzen, stellte unlängst das Umweltbundesamt (UBA) fest. Genehmigungen fürs Fracking liegen auf Eis.

Neuere Daten aus den USA haben die Sorge von Anwohnern befeuert, das zähe Fracking-Gemisch könnte aus der Tiefe aufsteigen: In der Nähe von Bohranlagen wurden dort erhöhte Gasmengen im Boden gemessen. Die Daten aus den USA seien aber schwierig zu deuten, sagt Sauter: Man wisse nicht, wie viel Gas in der Zeit vor dem Fracking dort schon aufgestiegen sei. Möglich sei aber, dass entlang von Bruchzonen im Boden Methangas austreten könnte; solche Gebiete seien für die Förderung zu meiden.

Steigt die zähe Brühe auf?

Während Gas aufgrund seiner Leichtigkeit aufsteigen könnte, ist das Fracking-Gemisch deutlich schwerer als Wasser. Nach dem zwölfstündigen Einpressen der Brühe sei kaum damit zu rechnen, dass es im Untergrund noch in Bewegung geraten könnte, meinen die Gutachter. Darüber liegenden Fels könne die Substanz nicht durchdringen. "Ein Apfel fällt ja auch nicht nach oben", sagt Hans-Joachim Kümpel, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die Fracking-Flüssigkeit bleibe aller Voraussicht nach eingeschlossen im aufgerissenen Gestein. Die meisten der künstlichen Brüche blieben kleiner als 50 Meter, berichten Sauter und seine Kollegen auf der DGG-Tagung in Leipzig. Das hätten Messungen in den USA gezeigt. Kein bekannter Riss sei länger als 500 Meter geworden. Fracking unterhalb von 1000 Metern wäre folglich sicher.

Die Daten sorgten auf der DGG-Tagung allerdings für Diskussionen. Risse von 500 Metern müssten keineswegs das mögliche Maximum sein, gab ein Forscher zu bedenken. Schließlich beruhten die Kenntnisse lediglich auf der Messung von ein paar Tausend künstlicher Risse. Ob Fracking also wirklich bereits in 1000 Metern Tiefe erlaubt werden könnte, sei fraglich. Weitere Daten wären erforderlich.

Kleine Risse, keine Beben

Die Gefahr gefährlicher Erdbeben meinen die Experten ausschließen zu können, sofern außerhalb tektonischer Spannungszonen gefrackt wird. Unter Druck stehende Nahtzonen im Untergrund aber können in seltenen Fällen durch die vergleichsweise geringe Kräfte beim Fracking reißen - und es beben lassen. Die Herausforderung wird demnach sein, Risikogebiete eindeutig zu erkennen. Brüche hingegen, die allein durch das Fracking erzeugt werden, sind meist nur wenige Meter lang, kein Zittern erreicht die Erdoberfläche.

Ein spürbares Beben kann nur entstehen, wenn mindestens hundert Meter Gestein auf einmal brechen - was in Nordengland 2011 jedoch einmal beim Fracking geschehen ist. Hochempfindliche Seismometer im Umkreis der Bohrtürme sollen noch das kleinste Zittern der Erde erkennen, empfehlen die Gutachter. Verstärke sich das Ruckeln, müsse das Fracking gestoppt werden, auch wenn noch niemand das Zittern spüren könnte. Die Forscher empfehlen ein entsprechendes Warnsystem.

Sowohl die Bundesregierung als auch die SPD betonen inzwischen den möglichen Nutzen der Fördertechnologie: "Die Erschließung neuer Erdgasquellen muss möglich bleiben", heißt es in einem Leitlinienpapier der SPD. "Hocheffiziente Gaskraftwerke bildeten eine "unverzichtbare Brücke" der Energiewende. Widerspruch gibt es von den Grünen: "Die Bundesregierung ignoriert die potentiellen Umweltlasten", sagt Reinhard Bütikofer, industriepolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament. Der Streit geht also weiter.

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insgesamt 345 Beiträge
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1. und was ist in 13 Jahren?
Liquid 11.03.2013
solange wir immer noch in unserem denken festgefahren sind, wird auch fracking nichts bringen. die energielobby hat uns über jahrzehnte verblödet. jetzt wird uns die umweltverschmutzung hoch drei als der weisheit letzter schluss verkauft. warum soll man den überhaupt gegen 'asse' ist doch eh alles egal
2.
spon-facebook-10000283853 11.03.2013
Zitat von sysopREUTERSFracking bedeutet einen harten Eingriff in die Natur: Um Gas zu fördern, werden bei Bohrungen Millionen Liter Chemiebrühe in den tiefen Untergrund gepresst. Wissenschaftler haben das Risiko für Deutschland untersucht - und geben grünes Licht. Unter harten Auflagen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/umstrittene-erdgas-foerderung-forscher-wollen-fracking-in-deutschland-a-887652.html
"Chemiebrühe"? Obwohl einen Satz später klar geschrieben wird, dass die "Risiken" Lügen von linken Lobbyisten ist - und immer war. Der einzige Skandal ist, dass man eine "Demokratieabgabe" an die öffentlich Rechtlichen zahlt und über Fracking und Fukushima dafür belogen wird - was Millionen von desinformierten Wählern produziert. Kann es einen größeren Skandal geben, als mit einer Zwangsabgabe Lügen zu finanzieren - unter dem Vorwand "unabhängige" Berichterstattung zu garantieren! Wo bleiben da Massenproteste - ich könnte sogar verstehen, wenn es da zu Ausschreitungen kommt. Aber das macht man dann lieber bei Castor-Transporten.
3. Na klar wollen die Forscher
Kohle&Reibach 11.03.2013
Zitat von sysopREUTERSFracking bedeutet einen harten Eingriff in die Natur: Um Gas zu fördern, werden bei Bohrungen Millionen Liter Chemiebrühe in den tiefen Untergrund gepresst. Wissenschaftler haben das Risiko für Deutschland untersucht - und geben grünes Licht. Unter harten Auflagen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/umstrittene-erdgas-foerderung-forscher-wollen-fracking-in-deutschland-a-887652.html
was anderes hätte ich jetzt auch nicht erwartet. ;-)
4. jeder..
vincent1958 11.03.2013
Zitat von sysopREUTERSFracking bedeutet einen harten Eingriff in die Natur: Um Gas zu fördern, werden bei Bohrungen Millionen Liter Chemiebrühe in den tiefen Untergrund gepresst. Wissenschaftler haben das Risiko für Deutschland untersucht - und geben grünes Licht. Unter harten Auflagen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/umstrittene-erdgas-foerderung-forscher-wollen-fracking-in-deutschland-a-887652.html
..Cent ,der in diesen Blödsinn gesteckt wird,ist verbranntes Geld.Ab.22.9.2013 redet kein Mensch mehr von Fracking in D...und das ist auch gut so!
5. 13 Jahre!
Roland Müller 11.03.2013
Wer Fracking angesichts der "riesigen" Ausbeute befürwortet kann nicht ganz dicht sein. Selbst wenn Fracking keine Umweltbelastung bedeuten würde, kann es wirtschaftlich nicht sinnvoll sein für diesen kurzen Zeitraum Technik und Infrastruktur zu entwickeln. Wer denkt sich nur so etwas aus?
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Fracking
Was ist Fracking?
Fracking ist eine Kurzform für "Hydraulic Fracturing". Deutsche Experten sprechen auch von "hydraulischer Lagerstättenstimulation". Dabei wird ein Mix aus Wasser, Sand und Chemikalien mit Hochdruck durch Bohrlöcher in den Untergrund gepresst, um Erdgasvorräte freizusetzen, die in bis zu 2500 Metern Tiefe im Schiefer ruhen und sonst nicht erreichbar sind. Die Flüssigkeit bricht die Gesteinsschichten auf, der Sand füllt die Zwischenräume, das Gas kann dadurch entströmen. Über horizontale Bohrungen kann eine einzige Förderstelle, wie ein Rad mit Speichen, weite Flächen erreichen.
Warum ist Fracking umstritten?
Die Rohre werden mit unterirdischen Explosionen perforiert, um das Gas aufnehmen zu können. Kritiker fürchten, dass Fracking Erdbeben auslösen könnte. Auch ist die genaue Zusammensetzung der Bohrmischung unklar. Energiefirmen nennen bis zu 750 Additive, Umweltschützer haben unter anderem Chlorwasserstoffsäure und Metanol identifiziert. Studien zufolge kann Fracking das Trinkwasser kontaminieren, durch giftige Abwässer, Chemikalien und radioaktive Stoffe. Es könne zu Explosionen, Methangas-Emissionen und langfristigen Gesundheitsschäden führen.
Warum ist Fracking gefragt?
Erdgas hat ein neues, globales Rohstofffieber ausgelöst. In den USA befürworten Präsident Barack Obama wie sein Rivale Mitt Romney die Gasförderung durch Fracking als eine Chance, sich vom Öl-Knebel des Nahen Osten zu lösen. Sie hoffen dabei auf enorme unterirdische und bisher unergründete Schiefergasbecken. Das größte davon ist das Marcellus-Becken, das sich unter den Appallachen von New York im Norden bis nach Ohio im Osten und Virginia im Süden erstreckt. Die einzelnen Bundesstaaten sind jedoch unschlüssig, ob und wie sie Fracking genehmigen sollen. In Deutschland finden sich die meisten Schiefergasvorkommen in der Nordhälfte des Landes sowie in Bayern.
Unkonventionelle Gasförderung
In Deutschland gibt es einen Run auf neue Erdgasquellen. Durch spezielle Bohrmethoden lässt sich der wertvolle Rohstoff selbst dann bergen, wenn er in kleinen, abgeschotteten Zwischenräumen verstreut ist. SPIEGEL ONLINE zeigt Chancen und Risiken des Booms im Überblick.
Weltweite Vorräte
Die Internationale Energieagentur schätzt, dass weltweit rund 921 Billionen Kubikmeter unkonventionellen Gases im Erdreich verborgen sind - fünfmal so viel wie in konventionellen Vorkommen. Andere Expertern gehen von noch größeren Mengen aus. Bislang gibt es für viele Länder aber nur Schätzungen über prinzipiell vorhandene Mengen (in-situ Mengen). Wie viel davon tatsächlich technisch (Ressourcen) und wirtschaftlich (Reserven) gefördert werden kann, ist noch nicht bekannt.
Die Reservoirs
Im Gegensatz zu konventionellen Vorkommen befindet sich unkonventionelle nicht in durchlässigen Gesteinsschichten, sondern in kleinsten Poren und Bruchzonen im Gestein. Die größten Vorkommen sind in Schiefergestein eingeschlossen. Aber auch in Tonschichten und Tundraböden finden sich Vorräte.
Die Fördermethode
Steuerbare Bohrer dringen nicht nur tief ins Erdreich vor, sondern wühlen sich auch horizontal ins Gestein. So kann die gashaltige Gesteinsschicht über eine Strecke von mehreren Kilometern durchbohrt werden. Damit das Gas entweichen kann, wird das Gestein durch eine Mischung aus Wasser, Chemikalien und Quarzkügelchen in Tausende Stückchen gesprengt. Die Sprengungen bezeichnet man als "hydraulic fracturing" oder "fracing" (sprich: "Fräcking"). Fracing wird sehr selten auch bei konventionellen Bohrungen eingesetzt - bei unkonventionellen ist es Standard.
Die Chemikalien
Der Anteil der eingesetzten Chemikalien an der Gesamtflüssigkeit beträgt nach Angaben der Industrie gut ein Prozent. Angesichts der Tatsache, dass beim Fracing einer Bohrung teils mehrere Millionen Liter Wasser eingesetzt werden, ist das allerdings immer noch eine Menge. Über die genaue Zusammensetzung der Chemikalien gibt die Industrie nur sehr zögernd Auskunft.
Folgen der Technologie
In den USA hat der Abbau von unkonventionellem Erdgas bereits in großem Stil begonnen und den Energiemarkt so umgekrempelt, dass der Rohstoffexperte und Pulitzerpreis-Gewinner Daniel Yergin von einer "American Gas Revolution" spricht.
Folgen für die Umwelt
In den USA gibt es Beschwerden von Anwohnern, die sagen, ihre Lebensbedingungen hätten sich verschlechtert - unmittelbar, nachdem in Nähe ihrer Wohnungen Fracing-Bohrungen vorgenommen wurden. US-Behörden haben zudem Luft- und Grundwasserverschmutzungen nachgewiesen. Inwieweit es sich um Einzelfälle handelt oder um ein flächendeckendes Problem - und inwieweit all die aufgetretenen Umweltschäden tatsächlich mit der unkonventionellen Gasförderung zusammenhängen, ist kaum untersucht. Die US-Regierung hat es bislang versäumt, die Umweltrisiken genau zu untersuchen.ssu