US-Atommülllager Experten suchen Ursache für erhöhte Strahlung

Nach einem Alarm in einem unterirdischen Lager für Atommüll des US-Militärs geben Experten Entwarnung. Es bestehe keine Gefahr für Mensch und Umwelt, trotz erhöhter Radioaktivität. Deren Ursache bleibt weiter rätselhaft.

Lager für Atommüll des US-Militärs: die Waste Isolation Plant (WIPP) in Carlsbad, New Mexico
AP

Lager für Atommüll des US-Militärs: die Waste Isolation Plant (WIPP) in Carlsbad, New Mexico


Carlsbad - Nach der Messung erhöhter Strahlenwerte in einem Atommülllager im US-Bundesstaat New Mexico haben die zuständigen Behörden jetzt versichert, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. In der Waste Isolation Pilot Plant (WIPP), einem unterirdischen Lager für Atommüll des amerikanischen Militärs war am Samstag Strahlungsalarm ausgelöst worden. Das mögliche Strahlenleck werde weiter untersucht, sagte Deb Gill, eine Sprecherin der zum Energieministerium gehörenden Atommüllanlage. Es bestehe aber "keine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt".

Experten entnahmen am Sonntag in der Anlage Proben. Laut WIPP wurden weder Angestellte, noch deren Kleidung oder Ausrüstung kontaminiert. In der WIPP nahe Carlsbad in New Mexico wird radioaktiver Müll, vor allem Plutonium, in einem Salzstock in 655 Metern Tiefe gelagert. Am späten Freitagabend hatte ein Messgerät eine erhöhte radioaktive Strahlung festgestellt. Die Ursache war zunächst unklar.

Nach offiziellen Angaben waren zum Zeitpunkt der auffälligen Messung keine Mitarbeiter unter der Erde. Die überirdisch anwesenden Angestellten wurden als Vorsichtsmaßnahme aufgefordert, sich in einen Schutzraum zu begeben. Am Samstagnachmittag durften sie nach Hause gehen. Die Ursache für das Strahlenleck wurde noch nicht gefunden.

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khü/AFP



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insgesamt 13 Beiträge
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Hübitusse 17.02.2014
1. Natürlich nicht!
Natürlich bestand und besteht zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Mensch und Umwelt. Das ist grundsätzlich so beim Umgang mit Materialen von potenziell tödlicher Strahlung und Verseuchungsgefahr. Denn Merke: Strahlung kommt von strahlen - freundliche Menschen strahlen auch und die sind schliesslich auch nicht gefährlich...
Crom 17.02.2014
2.
Zitat von HübitusseNatürlich bestand und besteht zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Mensch und Umwelt. Das ist grundsätzlich so beim Umgang mit Materialen von potenziell tödlicher Strahlung und Verseuchungsgefahr. Denn Merke: Strahlung kommt von strahlen - freundliche Menschen strahlen auch und die sind schliesslich auch nicht gefährlich...
Es gibt Regionen auf der Welt, die haben eine natürlich höhere Strahlung und dort können sich Menschen auch ohne Bedenken aufhalten.
allesluege 17.02.2014
3. Warum?
Zitat von sysopAPNach einem Alarm in einem unterirdischen Lager für Atommüll des US-Militärs geben Experten Entwarnung. Es bestehe keine Gefahr für Mensch und Umwelt, trotz erhöhter Radioaktivität. Deren Ursache bleibt weiter rätselhaft. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/us-atommuelllager-experten-suchen-ursache-fuer-erhoehte-strahlung-a-953888.html
Warum schert sich eigentlich niemand über die von unabhängigen Menschen gemessenen Werte an der Westküste der USA? Diese sind teilweise um mehr als das Zehnfache erhöht! Google: "westcoast radioactive" und die ersten 5-10 Links sichten! Radioaktivität kann man ja auch gut bekämpfen, indem man lächelt (O-Ton Japanische Regierung).
Inmate777 17.02.2014
4. bedenkliche Wortwahl
grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht, ob es allerdings dieser Wortwahl bedarf? Im übrigen haben die Amerikaner schon ihr eigenes Fukushima: Hanford Site, das ist der radioaktiv am schwersten verstrahlte Ort in der westlichen Hemisphäre.
tatsache2011 17.02.2014
5. Plutonium
Zitat von CromEs gibt Regionen auf der Welt, die haben eine natürlich höhere Strahlung und dort können sich Menschen auch ohne Bedenken aufhalten.
Plutonium ist nicht natürlich. Zitat aus dem Artikel: > Salzstock ? Das soll doch besonders sicher sein. ;-)
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