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US-Luftwaffe Hyperschall-Geschoss versagt bei zweitem Test

X-51A: Hyperschall-Geschoss versagt bei zweitem Test
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AP

Fehlschlag für die US-Luftwaffe: Der zweite Test des neuen Hyperschall-Geschosses X-51A endete mit einer Panne. Der experimentelle Scramjet-Antrieb wollte nicht anspringen - das Flugobjekt blieb deutlich unter seiner Höchstgeschwindigkeit.

Es ist nicht irgendeine Waffe, sondern könnte in der zukünftigen Militärstrategie der USA eine zentrale Rolle spielen: Die X-51A, die dank eines sogenannten Scramjet-Antriebs mehr als sechsfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll. Von derartigen Hyperschall-Geschossen erhoffen sich Militärs neue Möglichkeiten bei der Bekämpfung von Zielen, die nur für kurze Zeit erreichbar sind - etwa Terrorverdächtige, die regelmäßig ihren Aufenthaltsort wechseln.

Schon beim ersten Testflug der X-51A im Mai 2010 kam es, obwohl insgesamt als Erfolg bezeichnet, zu einem Problem: Zwar donnerte das Geschoss mehr als 200 Sekunden lang mit bis zu fünffacher Schallgeschwindigkeit durch die Atmosphäre, davon 143 Sekunden unter Scramjet-Antrieb - ein neuer Zeitrekord. Dennoch wurde die angepeilte Höchstgeschwindigkeit von Mach 6 nicht erreicht. Es habe eine Störung des Triebwerks gegeben, teilte die U.S. Air Force mit.

Beim zweiten Testflug kam es nun offenbar nicht einmal zum Start des Scramjets. Die X-51A kam nach Angaben der Air Force nur knapp über Mach 5 hinaus. Ein B-52-Bomber habe das Experimentalflugzeug in rund 15 Kilometern Höhe ausgeklinkt, wo es dann mit seinem Feststoff-Raketenantrieb auf knapp über fünffache Schallgeschwindigkeit beschleunigt habe. Anschließend sollte der Antrieb auf die Versorgung mit dem Spezialtreibstoff JP-7 umschalten - was nach Angaben der Air Force aber nicht funktionierte.

Triebwerk versagte

Das hat mit der besonderen Technik des Scramjet-Antriebs zu tun: Der "Supersonic Combustion Ramjet" ("Überschall-Verbrennungs-Staustrahltriebwerk") besitzt praktisch keine beweglichen Teile und nutzt den Effekt, dass die Luft bei hohen Fluggeschwindigkeiten mit enormer Gewalt in den Einlass gepresst wird. Auf Schaufelräder, die in herkömmlichen Strahltriebwerken zur Verdichtung der Luft benutzt werden, kann verzichtet werden.

Doch beim zweiten Testflug Versagte das Triebwerk laut US-Luftwaffe. Der Grund sei ein sogenannter Unstart gewesen: Der Druck in der Brennkammer wird zu groß, der Lufteinlass wird letztlich blockiert und der Schub sinkt. Der Versuch, den Flugkörper in eine neue Position zu bringen und das Triebwerk zu starten, misslang. Die X-51 flog mit verminderter Kraft weiter und ging innerhalb des Testbereichs im Pazifik nieder.

"Wir sind natürlich enttäuscht und hätten bessere Ergebnisse erwartet", sagte Charlie Brink, Manager des X-51A-Programms am Air Force Research Laboratory. Wie die Zeitschrift "Aviation Week" berichtet, seien die Forscher zuvor optimistisch gewesen, da man nach dem ersten Test Veränderungen am Lufteinlass und an anderen Stellen des Scramjets vorgenommen habe.

Die Ingenieure sind laut Brink nun dabei, die Telemetriedaten auszuwerten und den Grund der Anomalie herauszufinden. Der nächste Test werde voraussichtlich im Herbst stattfinden.

mbe

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insgesamt 20 Beiträge
Auxbürger 16.06.2011
Die werden das schon noch hinbekommen. 2 Tests sind doch gar nichts! Also kann man jetzt auch noch nicht erwarten, dass alles funktioniert.
Die werden das schon noch hinbekommen. 2 Tests sind doch gar nichts! Also kann man jetzt auch noch nicht erwarten, dass alles funktioniert.
sitiwati 16.06.2011
ein bischen Zeitnot ist schon, sonst fällt Lybien als Testfall aus!
Zitat von AuxbürgerDie werden das schon noch hinbekommen. 2 Tests sind doch gar nichts! Also kann man jetzt auch noch nicht erwarten, dass alles funktioniert.
ein bischen Zeitnot ist schon, sonst fällt Lybien als Testfall aus!
cor 16.06.2011
Ach was, alles Waschlappen! Ich würde so was in 5 Minuten in aus Teilen eines alten Golfs zusammenschrauben ;)
Zitat von AuxbürgerDie werden das schon noch hinbekommen. 2 Tests sind doch gar nichts! Also kann man jetzt auch noch nicht erwarten, dass alles funktioniert.
Ach was, alles Waschlappen! Ich würde so was in 5 Minuten in aus Teilen eines alten Golfs zusammenschrauben ;)
Willie 16.06.2011
Fuer Geschwindigkeitstests bedarf es keines imaginaeren Landes wie Lybien. Noch nicht einmal eines realen Landes wie Libyen. Aber solche Kleinigkeiten machene offensichtlich wenig, wenn es darum geht, mal wieder ein Dosis [...]
Zitat von sitiwatiein bischen Zeitnot ist schon, sonst fällt Lybien als Testfall aus!
Fuer Geschwindigkeitstests bedarf es keines imaginaeren Landes wie Lybien. Noch nicht einmal eines realen Landes wie Libyen. Aber solche Kleinigkeiten machene offensichtlich wenig, wenn es darum geht, mal wieder ein Dosis Antiamerikanismus unterzubringen.
EinGangLion 16.06.2011
... aber glaubt irgendjemand den Schrott? Das Ding wird gebaut, um eine Alternative zu den Interkontinentalraketen, oder zumindest zu den Cruise Missles zu haben. Ist ja auch nicht verwerflich, würd ich "meinem" Land [...]
... aber glaubt irgendjemand den Schrott? Das Ding wird gebaut, um eine Alternative zu den Interkontinentalraketen, oder zumindest zu den Cruise Missles zu haben. Ist ja auch nicht verwerflich, würd ich "meinem" Land (wenn ich President wäre) auch empfehlen, wenn es Geld dafür hätte. Aber bitte nicht immer den Grund:"....damit man Terroristen ausschalten kann, bevor er den Ort wechselt..." oder so. Das erinnert mich an die Erklärung, wofür die BundesMarine die neuen Brennstoffzellen U-Boote einsetzten kann:"Zum infiltrieren von Terrorhochburgen von Seeweg her..." - Klaro!
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