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Spionage-Roboter der US-Marine: Falsche Fische

AFP/ US NAVY/ MC3 Edward Guttierrez III

Dieser Fisch soll heimlich in feindlichem Gebiet spionieren: Die US-Marine hat einen neuen Militär-Roboter vorgestellt. Waffen trägt das Gerät nicht - bis jetzt.

Er ist 1,5 Meter lang, wiegt 45 Kilo und sieht aus wie eine Kreuzung aus Hai und Thunfisch: Die US-Marine hat einen neuen Spionage-Roboter auf einem Testgelände in Virginia vorgestellt. GhostSwimmer, der im Entwicklungsprojekt Silent Nemo entstanden ist, gleitet nahezu geräuschlos durchs Wasser. Er kann in Tiefen bis 90 Meter tauchen.

Angetrieben wird der Roboter per Schwanzflosse, ähnlich wie seine natürlichen Fisch-Vorbilder. Dadurch ist er deutlich leiser als Geräte gleicher Größe, die mit Propellern beschleunigen. Außerdem kann sich der Geisterschwimmer nach rechts und links drehen.

So getarnt, soll der Roboter bei Aufklärungsmissionen in feindliches Gebiet schwimmen. Und er könnte Regionen absuchen, in denen Minen liegen oder amerikanische Schiffe sichern. Neben Kameras hat er unter anderem Sensoren für Radioaktivität an Bord. Hinzu kommt diverse Steuertechnik.

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Neuer Spionage-Roboter: Thunfisch in fremdem Gewässer
Roboter als Waffe

Kontrolliert wird der unbemannte Roboterfisch per Fernsteuerung oder über ein etwa 150 Meter langes Kabel. Über diese Distanz lassen sich Daten direkt an Land übertragen. Das könnte dann Anwendung finden, wenn der Rumpf eines Schiffes inspiziert werden soll. Wird das Gerät ferngesteuert, muss es erst an Land gebracht werden, um die aufgenommen Daten abzurufen.

Waffen wurden für den Roboter noch nicht entwickelt. Das volle Potenzial möglicher Anwendungen sei aber noch nicht ausgeschöpft, sagte Jim Loper, der das Gerät mitentwickelt hat, der Onlineausgabe der "Dailymail". "Lassen Sie ihrer Vorstellung freien Lauf." Laut US-Marine soll GhostSwimmer im Laufe des kommenden Jahres einsatzbereit sein. Zunächst in der bisherigen Variante ohne Waffenanwendung.

jme

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