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Abwehrsystem: US-Militär schießt Testrakete vom Himmel

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Es ist ein Waffentest mit politischer Sprengkraft: Das US-Militär hat eine verbesserte Abfangrakete erprobt - nach eigenen Angaben erfolgreich. Der Versuch platzt mitten in die Verhandlungen zwischen der Nato und Russland, das sich vom westlichen Raketen-Abwehrschild bedroht fühlt.

AP/ US MDA

Die Stimmung in Sachen Raketenabwehr ist derart gereizt, dass die Äußerungen zuletzt an längst vergangen geglaubte Tage des Kalten Krieges erinnerten. Man werde die "Nato-Raketenabwehr vernichten", sagte Russlands Nato-Botschafter Dmitrij Rogosin im Dezember vergangenen Jahres. Im Mai legte der russische Generalstabschef Nikolai Makarow nach: Sein Land könnte neue Abwehrraketen stationieren oder sogar einen Erstschlag gegen Nato-Einrichtungen führen. Die Nato will dagegen weiterhin bis 2020 das Abwehrsystem schrittweise ausbauen, um am Ende das gesamte europäische Nato-Territorium zu schützen.

Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt teilt das US-Militär nun mit, man habe eine verbesserte Version einer Abfangrakete erfolgreich getestet. Demnach wurde eine Kurzstrecken-Zielrakete von der Westküste Hawaiis aus gestartet. Der Lenkwaffenkreuzer USS "Lake Erie" habe sie erfasst und ein "Standard Missile 3"-Abfanggeschoss (SM-3) abgefeuert. Es habe sein Ziel gefunden und durch eine direkte Kollision zerstört, teilte das Pentagon mit.

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Waffentest: US-Militär testet Abfanggeschoss
Nach Angaben der Missile Defense Agency (MDA), die für das Raketenabwehr-Programm verantwortlich ist, besitzt die verbesserte Abfangrakete einen Infrarotsensor, der auf zwei Wellenlängen arbeitet. Damit könnten Ziele auf größere Entfernung als bisher erfasst werden. Zudem sei das neue Abfanggeschoss des Typs SM-3 IB wendiger als sein Vorgänger.

Laut MDA war es das 22. Mal, dass mit Hilfe des Aegis-Systems - einer auf Schiffen stationierten Feuerleitanlage - bei Tests erfolgreich eine Rakete abgefangen wurde. Insgesamt habe es bisher 27 solcher Versuche gegeben.

Zweifel an hoher Erfolgsquote

Unabhängige Experten bezweifeln allerdings eine solche Erfolgsquote. Die SM-3 verfügt über keinen Sprengkopf, sondern zerstört ein anfliegendes Geschoss durch direkten Kontakt. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wird die feindliche Rakete förmlich pulverisiert - so zumindest die Theorie. Kritiker argwöhnen jedoch, dass der sogenannte Interceptor nicht den Sprengkopf der Rakete, sondern andere Teile treffen könnte. Die Atombombe könnte so einfach weiterfliegen und am Ende detonieren.

Fachleute wenden außerdem schon seit Jahren ein, dass ein Raketenabwehrsystem niemals zuverlässigen Schutz bieten könnte. So sei es für den Angreifer grundsätzlich einfacher, ballistische Raketen mit Täuschungsmaßnahmen wie etwa Sprengkopfattrappen zu bestücken, als ein Abwehrsystem darauf einzustellen.

Genau aus diesem Grund argumentiert auch die Nato, dass der Abwehrschild nicht gegen Russland gerichtet sei - denn dessen Streitkräfte könnten allein mit der schieren Anzahl ihrer Raketen jedes Abwehrsystem überwinden. Ein Schutz sei allerdings vor Staaten wie Nordkorea oder Iran möglich, die über nur wenige ballistische Raketen verfügten. Die Russen aber scheinen jegliches Abwehrsystem als Schwächung ihres atomaren Abschreckungspotentials zu erachten.

Zuletzt hatte eine Gruppe ranghoher Diplomaten, Ex-Politiker und Experten eine enge Zusammenarbeit zwischen Russland und der Nato vorgeschlagen, die in ein gemeinsam betriebenes Raketenabwehrsystem münden könnte.

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1. Kalter Krieg?
drouhy 11.05.2012
Zitat von sysopAP/ US MDAEs ist ein Waffentest mit politischer Sprengkraft: Das US-Militär hat eine verbesserte Abfangrakete erprobt - nach eigenen Angaben erfolgreich. Der Versuch platzt mitten in die Verhandlungen zwischen der Nato und Russland, das sich vom westlichen Raketen-Abwehrschild bedroht fühlt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,832661,00.html
Ja - nur nicht erst seit heute. Tatsache ist, dass sich die Russen mehrfach angeboten haben, um wirksame Abwehrmassnahmen gegen Raketen z.B. der Ajathollas zu installieren. Bezeichnenderweise sabotierte die Nato dies - und baut direkt an der russischen Grenze ein Abwehrsystem, welches Raketen abfangen soll, die es eh nicht bis in die USA schaffen, denn Interkontinentalraketen hat der Iran nicht - nur welche die ganz Europa erreichen - jenes Europa welches als Adlatus treu jede Dummheit mitmacht, die an sich in Übersee ausdenkt. Schaut man sich zudem die Berichterstattung der Lei(d)tmedien des Westens an - weissman dass der Kalte Krieg schon lange wieder tobt und Hetze gegen unbotmässige Staaten zum Standard gehört. Gern werden auch "Freiheitskämpfer" , "Menschenrechtler" und dubiose "Revolutionäre" gepusht, die man zu Hause selbst jagt. Die derzeitige Politik der Einmischung und Besserwisserei ist Kalter Krieg - den man mit schöner Regelmäßigkeit verliert.
2. Kriege....
caty24 11.05.2012
So ganz klar ist es ja nicht,was man da vorhat. Zuerst wird der Naher Osten destabilisiert, damit Europa das texanische ÖL importiert. Und mit dem Abwehrschild exportiert man nur zusätzliche Probleme nach Europa. Diese Amis denken nur an Kriege..
3.
bleifuß 11.05.2012
Zitat von sysopAP/ US MDAEs ist ein Waffentest mit politischer Sprengkraft: Das US-Militär hat eine verbesserte Abfangrakete erprobt - nach eigenen Angaben erfolgreich. Der Versuch platzt mitten in die Verhandlungen zwischen der Nato und Russland, das sich vom westlichen Raketen-Abwehrschild bedroht fühlt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,832661,00.html
100 Millionen Amerikaner ohne Arbeit. (http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/05/100-millionen-amerikaner-haben-keine.html) Da muß man ja einen Industriezweig haben, der noch aus den vollen Schöpfen kann.
4.
Atheist_Crusader 11.05.2012
Zitat von sysopAP/ US MDAEs ist ein Waffentest mit politischer Sprengkraft: Das US-Militär hat eine verbesserte Abfangrakete erprobt - nach eigenen Angaben erfolgreich. Der Versuch platzt mitten in die Verhandlungen zwischen der Nato und Russland, das sich vom westlichen Raketen-Abwehrschild bedroht fühlt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,832661,00.html
Dieses Vorgehen war schon für ICBM-Killer ausgesprochen wenig erfolgversprechend, und bei Kurzstreckenraketen füllt es mich auch nicht gerade mit Vertrauen. Allgemein sind solche Test sehr zweifelhaft. Mal könnten die beteiligten Unternehmen sich in gutem Licht darstellen wollen, mal die Teilstreitkräfte, und mal die Regierung an sich. Man will hohe Preise rechtfertigen, mit seiner Technik angeben oder einfach ein außenpolitisches Signal setzen. Solange Jemand sein eigenes Material unter selbst festgelegten und überwachten Bedingungen testet, sollte man sehr vorsichtig damit sein, was so ein Test aussagt.
5. titel
Darjaan 11.05.2012
ich würde diese Abwehrrakten nicht überbewerten.... man kann an "Erstschlagsraketen" vermutlich sehr einfach Vorrichtungen anbringen welche Störkörper abwerfen... bei einem massiven Angriff nützen diese Abwehrraketen ebenfalls kaum... wenn der Russe oder der Chinese hunderte oder gar tausende Raketen für einen Erstschlag abschießt, müsste man entsprechend viele Abwehrrakteten haben.... wenn die gegenseite dann so schlau ist und in ihrer erste Salve billlige Leerraketen ohne Nuklearsprengkopf abschießen, dann gehen die Abwehrraketen umsonst drauf... aber ok, für vorerst vereinzelte Raketen abzuwehren, wird dieses System gut sein.... nur, wer macht das? warum sollte der Iran 2-3 Raketen irgendwo hinschicken und weiß dann, dass er selbst komplett vernichtet wird anschließend... von daher ist das ganze sowieso sinnlos....
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