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22. Dezember 2012, 12:02 Uhr

Wissenschaft 2012

Das Jahr des Gottesteilchens

Das Higgs-Boson ist entdeckt, der Rover "Curiosity" auf dem Mars gelandet, Bluttests erlauben Einblicke ins Erbgut von Embryos: Forscher haben 2012 beeindruckende Erfolge gefeiert. Allerdings gab es auch bedrohliche Entwicklungen - insbesondere aus Sicht von Erdbeben- und Klimaforschern.

Selten herrschte in der Forschergemeinde eine so große Einigkeit über den Durchbruch des Jahres: Der Nachweis des Higgs-Bosons, landläufig auch Gottesteilchen genannt, überstrahlte 2012 alle anderen wissenschaftlichen Erfolge - zumindest in der Öffentlichkeit.

Die Fortschritte in anderen Forschungsbereichen waren kaum weniger beeindruckend. So ist der US-Weltraumbehörde Nasa eine logistische und technische Großtat gelungen, indem sie den Mars-Rover "Curiosity" auf den Roten Planeten gebracht hat. Sowohl die Landung als auch der bisherige Betrieb des Roboters verliefen bisher weitgehend reibungslos.

Auch Genforscher haben 2012 Großes geleistet. Aus einem winzigen, 50.000 Jahre alten Knochen haben sie das Erbgut des Denisova-Menschen gewonnen. Zudem gelang es, mit einfachen Bluttests und ohne Eingriff in den Mutterleib, die DNA von Embryos zu analysieren.

Allerdings gab es auch weniger erfreuliche Ereignisse für die Wissenschaft - wie etwa das umstrittene Urteil eines italienischen Gerichts gegen Geologen, die die Gefahr des Erdbebens von L'Aquila verharmlost haben sollen, oder der Wirbel um eine Studie über angeblich krebserregenden Genmais.

SPIEGEL ONLINE gibt einen Überblick über die wichtigsten Wissenschafts-Ereignisse des Jahres 2012.

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