Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Geheimprojekt X-37B: Mini-Space-Shuttle landet nach zwei Jahren im All

Ist es auf Spionage-Mission? Der Vorbote eines neuen Waffensystems? Um ein amerikanisches Mini-Space-Shuttle ranken sich viele Gerüchte. Auch nach seiner Rückkehr auf die Erde hält sich die US-Luftwaffe bedeckt.

Vandenberg - Nach fast zwei Jahren Erdumrundung ist ein US-amerikanisches Raumflugzeug auf einem Stützpunkt der US Air Force in Südkalifornien gelandet. Auf welcher Mission die X-37B unterwegs war, ist unbekannt.

Experten können nur spekulieren, warum die US-Luftwaffe die kleine Raumfähre 674 Tage um die Erde geschickt hat. Manche vermuten moderne Spionagetechnik in ihrem Frachtraum oder erwarten den Aufbau eines modernen Waffensystems. Andere glauben, X-37B könnte vom Erdorbit aus das chinesische Raumfahrt-Programm überwachen. Die Air Force sprach in einer Mitteilung nur lapidar von "Experimenten in der Umlaufbahn".

Das nun gelandete Raumflugzeug ist bereits das dritte, das seit Beginn des X-37B-Programms in den Orbit geschossen wurde. Es war seit Dezember 2012 unterwegs. Die bisherigen beiden Missionen dauerten rund 200 und rund 400 Tage. Dass der Zweck des Programms stets geheim gehalten wird, sorgt seit jeher für Mutmaßungen.

Fotostrecke

3  Bilder
Raumgleiter X-37B: Auf geheimer Mission
Das unbemannte Flugzeug ist knapp neun Meter lang, drei Meter hoch und hat eine Spannweite von viereinhalb Metern. Die Lithium-Batterien, die das Flugzeug betreiben, werden mit Solarpanels aufgeladen.

Die Air Force will die vierte X-37B-Mission im kommenden Jahr starten, dann von Cape Canaveral in Florida.

ade/AP

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: