Drohnen spielen in den Kriegen der USA längst eine Schlüsselrolle, und auch andere Nationen verlassen sich immer stärker auf die unbemannten Flugzeuge - darunter auch Deutschland. Bewaffnete Drohnen wie die "Predator" und "Reaper" haben einen entscheidenden Beitrag geleistet, das Terrornetzwerk in Afghanistan stark zu dezimieren. Doch ein technisch fortschrittlicher Gegner würde die heutigen Kampfdrohnen wohl schnell vom Himmel holen: Sie sind für gegnerisches Radar leicht zu orten und außerordentlich langsam, da sie von Propellern angetrieben werden.
Die neue X-47B soll das ändern: Sie ist dank ihrer Stealth-Eigenschaften für gegnerisches Radar kaum aufzuspüren und dank ihres Strahltriebwerks auch sehr viel schneller als "Predator"- und "Reaper". Dennoch soll sie in der Lage sein, mehr als zwei Tonnen an Waffen zu tragen und auf Flugzeugträgern zu landen - was ihre Verwendbarkeit in regionalen Konflikten deutlich steigern würde.
Während des Versuchs an der Luftwaffenbasis Patuxent River (US-Bundesstaat Maryland) habe die Drohne mit einer an Land stationierten Version eines Flugzeugträger-Kommandosystems kommuniziert, hieß es. Das Ziel sei, die X-47B so präzise landen zu lassen, dass sie auch auf dem Deck eines Flugzeugträgers sicher aufsetzen kann.
Die Landung auf einem Flugzeugträger ist eines der schwierigsten Manöver in der Fliegerei. Für einen Drohnenpiloten gilt sie als eine besonders große Herausforderung, da er - anders als ein Pilot in einem Kampfjet - nicht jede kleine Bewegung seines Fluggeräts körperlich spüren und entsprechend reagieren kann. Die U.S. Navy will nach eigenen Angaben bereits im kommenden Jahr die Fähigkeit der X-47B unter Beweis stellen, sicher von einem Flugzeugträger aus zu operieren. Für 2014 sei dann die Demonstration des Auftankens in der Luft geplant, was für den militärischen Einsatz der Drohne ebenfalls von großer Bedeutung wäre.
mbe
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