Zweiter Weltkrieg: Russisches U-Boot-Wrack in der Ostsee entdeckt

Im Herbst 1941 verschwand ein russischer U-Boot-Verband. 71 Jahre später haben Seeleute am Grund der Ostsee eines der Schiffe aufgespürt. Ein Video liefert Hinweise über die letzten Minuten der Besatzung.

DPA

Hamburg - Der Grund der Ostsee ist ein geheimnisvoller Ort, immer wieder finden Forscher erstaunliche Objekte. Kürzlich erspähten sie eine rätselhafte 60 Meter große Scheibe mit 400 Meter langem Anhängsel. Kurz darauf fanden Taucher ein Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg. Außerdem liegen dort einige alte Schiffe. In einem fanden sich 30 Champagnerflaschen, die vermutlich aus den Jahren um 1780 stammen.

Nun haben schwedische Marinesoldaten in der dunklen Tiefe ein versunkenes russisches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg erspäht. Wie die schwedische Marine am Montag mitteilte, hatten Taucher das Wrack bereits im Sommer südöstlich der Insel Öland am Meeresgrund aufgespürt.

Es soll zu einer Gruppe von U-Booten gehören, die im Herbst 1941 verschwanden. Das Boot sei stark beschädigt, heiß es. Die Bilder liefern Hinweise über die letzten Minuten der Besatzung: Eine Luke sei geöffnet, was darauf hindeute, dass das U-Boot an der Oberfläche schwamm, als es angegriffen wurde. Damals sei das häufig der Fall gewesen, da die Boote an der Oberfläche schneller vorankamen. Russische Behörden seien über den Fund informiert worden, um einen Gedenkgottesdienst vorbereiten zu können.

boj/dpa

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1. Weiß man denn etwas über die Besatzung?
Koda 19.12.2012
Darüber steht kein Wort. Kamen denn alle ums Leben? Eine Gedenkveranstaltung wird man doch wohl nicht für ein leeres U-Boot machen.
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