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20.06.2002
 

Späte Rückkehr

"Endeavour" in Kalifornien gelandet

Nach mehreren Fehlversuchen ist die Raumfähre "Endeavour" doch noch gelandet - allerdings nicht in Florida, sondern in Kalifornien. Zu den Rückkehrern gehören auch zwei neue US-Rekordhalter.

Mit zwei Tagen Verspätung kehrte die "Endeavour" wieder auf die Erde zurück: Am Mittwochabend um 19.58 Uhr MESZ setzte das Shuttle auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien auf. Zuvor hatte schlechtes Wetter den dritten Tag in Folge die geplante Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida vereitelt.

Landung der "Endeavour": Knapper Kaffeevorrat
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AFP

Landung der "Endeavour": Knapper Kaffeevorrat

Eigentlich hätte die "Endeavour" bereits am Montag in Cape Canaveral aufsetzen sollen. Bis zuletzt hatte die Nasa versucht, die Umleitung nach Kalifornien zu vermeiden: Sie bedeutet, dass die Raumfähre huckepack auf einem umgebauten Jumbo nach Florida zurückgebracht werden muss. Die US-Raumfahrtbehörde kostet das rund eine Million Dollar und eine Woche Verspätung im engen Zeitplan.

An Bord des Shuttle war auch die ehemalige Dauerbesatzung der Internationalen Raumstation, die nach mehr als sechs Monaten im All wieder festen Boden unter den Füßen hat. Der Mittwoch war der 196. Weltraumtag für den Amerikaner Carl Walz, seinen Landsmann Daniel Bursch und den russischen Kosmonauten Juri Onufrienko. Die beiden US-Astronauten haben damit den bisherigen Nasa-Rekord um acht Tage überboten.

Die Raumfähre verfügte noch über genügend Treibstoff, um notfalls bis Donnerstag im All zu bleiben. In einer Hinsicht allerdings wurden kurz vor der Landung die Vorräte knapp: Der Kaffee ging aus. Der Kommandant der "Endeavour", Kenneth Cockrell, bat die Bodenkontrollstation scherzhaft darum, zur ISS zurückkehren zu dürfen, um dort Nachschub an Bord zu nehmen. Sein Ansinnen wurde aber abgelehnt.

Die "Endeavour" hatte die neue Langzeitcrew - die russischen Kosmonauten Walerij Korsun und Sergej Treschew sowie die Amerikanerin Peggy Whitson - zur Raumstation gebracht, wo sie bis Oktober bleiben soll. Bei den drei Außeneinsätzen der Mission hatten zwei Shuttle-Astronauten unter anderem den kanadischen Roboterarm der ISS repariert.



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