Dem Blauen Planeten droht möglicherweise wieder Gefahr aus dem Weltall: Astronomen haben einen Asteroiden identifiziert, der schon in wenigen Jahren auf der Erde einschlagen könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Katastrophenszenario eintritt, ist den Forschern zufolge jedoch vergleichsweise gering.
Den Asteroiden mit der Bezeichnung 2002 NT7 war am 9. Juli vom Asteroiden-Suchprogramm Linear (Lincoln Near Earth Asteroid Research) entdeckt worden. Kalkulationen auf Grundlage der ersten Beobachtungen deuten darauf hin, dass der rund zwei Kilometer messende Brocken bereits am 1. Februar 2019 mit der Erde kollidieren könnte.
Ein Asteroid dieser Größe würde auf dem Planeten im schlimmsten Fall einen ganzen Kontinent auslöschen und globale Klimaveränderungen hervorrufen. Nach dem derzeitigen Stand der Berechnungen sei 2002 NT7, der die Sonne einmal in 837 Tagen umkreist, "das bedrohlichste Objekt in der kurzen Geschichte der Asteroidensuche", sagte Benny Peiser von der Liverpool John Moores University zu "BBC News Online".
Genauere Bahnberechnungen in den kommenden Wochen könnten jedoch, so hofft der Forscher, das Einschlagrisiko nach unten korrigieren oder ganz verschwinden lassen. Bis jetzt sind die Wissenschaftler lediglich in der Lage, die Position des Asteroiden am 1. Februar 2019 mit einer Fehlertoleranz von vielen Millionen Kilometern anzugeben.
Rein statistisch gesehen trifft ein Himmelsobjekt dieser Ausmaße alle ein oder zwei Millionen Jahre die Erde. Doch auch wenn sich 2002 NT7 nicht auf einem Kollisionskurs befindet, sollte er nach Ansicht der Astronomen als Warnung betrachtet werden: Früher oder später, so ihre Überzeugung, wird ein Asteroid auf den Planeten prallen. Deshalb sollten ihrer Meinung nach rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden.
Bereits im vergangenen Monat hatten Wissenschaftler einen Asteroiden entdeckt, der die Erde nur um 120.000 Kilometer verfehlt hatte - nach astronomischen Maßstäben nur eine Haaresbreite. Der Felsbrocken war mit etwa hundert Metern Durchmesser deutlich kleiner als 2002 NT7, hätte Astronomen zufolge aber bereits Verwüstungen wie eine Atombombe anrichten können.
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