Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und an der Mission beteiligte Universitäten müssen sich wohl auf einen Verlust ihrer kostspieligen Kometensonde "Contour" einstellen. Beobachtungen deuten darauf hin, dass der seit Donnerstag vermisste Weltraumspäher auseinander gebrochen ist.
Trotzdem versucht die Bodenkontrolle weiterhin, Kontakt zu dem Raumfahrzeug aufzunehmen. Sie räumte aber ein, dass die Aussichten schlecht seien. "Contour" sollte am Donnerstag die Erdumlaufbahn verlassen. Dazu musste das Triebwerk für 50 Sekunden gezündet werden. Eine Stunde später erwartete die Bodenstation Signale von der Sonde, die aber nicht eintrafen. Alle Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten.
An der Suche beteiligte Astronomen der University of Arizona entdeckten am Freitag mit einem Teleskop auf einer Bahn, welche die "Contour"-Sonde nach der Zündung hätte nehmen können, zwei parallel fliegende Objekte. Das deutet darauf hin, dass der Forschungssatellit während der Zündung in zwei Teile zerbrach.
"Es sieht schlecht aus. Das ist nicht ermutigend", sagte auch Robert Farquhar vom Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University, das die 159 Millionen Dollar teure Sonde gebaut hat und die Mission betreut. "Contour", abgekürzt für "Comet Nucleus Tour", sollte 2003 und 2006 die Kerne der Kometen Encke und Schwassmann-Wachmann 3 aus nur rund hundert Kilometer Entfernung beobachten.
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