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11.12.2002
 

Apollo-17-Jubiläum

Die letzten Mondmenschen

Vor 30 Jahren, am 11. Dezember 1972, landeten mit Apollo 17 die letzten Astronauten auf dem Mond. Seither ist der Erdtrabant wieder menschenleer. Ein Rückblick in Bildern.



Apollo 17 war von Beginn an ein Abschiedsbesuch: Schon vor dem Start am 7. Dezember 1972 war klar, dass es für lange Zeit die letzte bemannte Mondmission sein würde - wegen Budgetkürzungen hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die weiteren Flüge bis Nummer 20 streichen müssen. Über den Ausgang des Wettlaufs, den sich Amerikaner und Sowjets geliefert hatten, bestand nach fünf Mondlandungen ohnehin kein Zweifel mehr. Watergate und Vietnam beschäftigten die US-Öffentlichkeit, die Flaggenparade auf dem Mond schien nicht mehr zeitgemäß.

Gruppenbild mit Mondmobil: Eugene Cernan (M.) und Harrison Schmitt (l.) bildeten die Crew des Apollo-17-Landemoduls "Challenger", Ronald Evans steuerte im Orbit das Kommandomodul "America" Warten auf den Mondflug: Bevor die Crew in der Nacht des 7. Dezember 1972 aufbrach, sorgte ein technischer Fehler an der Saturn-V-Rakete für die erste und letzte Startverzögerung des Apollo-Programms Patriotisches Pflichtprogramm: Der Wettlauf mit den Russen war längst entschieden, doch auch Kommandant Cernan ließ sich das Salutieren vor aufgepflanzter Flagge nicht nehmen
Probefahrt im Mondstaub: Beim ersten Ausstieg im Landegebiet Taurus-Littrow, einem flachen Tal am südöstlichen Rand des Meeres der Heiterkeit, testete Cernan das "Lunar Roving Vehicle" Ausflug ins Graue: Im Verlauf ihrer drei Exkursionen legten die Astronauten insgesamt 36 Kilometer zurück und entfernten sich über sieben Kilometer vom Landemodul Foto mit Felsen: Astronaut Harrison Schmitt, zugleich der erste und letzte Geologe auf dem Mond, posiert vor einem imposanten Fundstück
Schmutzige Arbeit: Die Apollo-17-Astronauten, hier Schmitt beim Einsammeln von Proben, brachten Mondstaub und Gesteinsbrocken mit einem Gesamtgewicht von 110 Kilo zur Erde Rätselhafte Färbung: An der mit einem Sonnenstandsanzeiger gekennzeichneten Stelle entdeckten die Astronauten orange-rötliche Ablagerungen, die zumindest auf der Erde als Anzeichen früherer vulkanischer Aktivität gelten Rückkehr am Fallschirm: Am 19. Dezember 1972 landete die Kapsel mit den drei letzten Mondreisenden sicher im Südpazifik

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Kommandant der letzten Apollo-Crew war der Kampfpilot Eugene Cernan. Zusammen mit dem Geologen Harrison Schmitt sollte er im Landemodul "Challenger" in der Taurus-Littrow-Region aufsetzen, einem sieben Kilometer breiten Tal am südöstlichen Rand des Meeres der Heiterkeit. Das dritte Besatzungsmitglied war Ronald Evans: Seine Aufgabe bestand darin, das Kommandomodul "America" zu steuern, das im Mondorbit bleiben sollte.

Nachdem sich die Module in der Umlaufbahn des Erdtrabanten getrennt hatten, landeten Cernan und Schmitt am 11. Dezember nur 200 Meter von ihrer Zielposition entfernt auf einem Kraterfeld. In den nächsten 75 Stunden bewältigten die Astronauten die längste Erkundungstour des Apollo-Programms. Mit dem "Lunar Roving Vehicle" fuhren sie insgesamt 36 Kilometer über den grauen Mondboden. Sie sammelten Proben, nahmen Messungen vor und legten für ein nach dem Abflug ausgelöstes seismisches Experiment Sprengladungen mit Zeitzünder.

Die Ausbeute des letzten Mondfluges war imposant: Als die Raumfahrer am 13. Dezember wieder in das Landemodul kletterten, hatten sie über 2000 Fotos geschossen und rund 110 Kilogramm Gesteinsproben gesammelt. "So Gott will, werden wir in Frieden und mit Hoffnung für die ganze Menschheit zurückkehren", sagte ein gerührter Cernan auf der Leiter. Der fromme Wunsch blieb unerfüllt - Cernan und Schmitt sind bis heute die letzten Menschen, die den Mond betraten.

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