Der so genannte Lynx Arc ("Luchsbogen") ist eine Million Mal heller als der Orion-Nebel, der nächstgelegene Brutkasten für junge Sonnen, und zwölf Milliarde Lichtjahre von der Erde entfernt. Wie das Observatorium auf dem Mauna-Kea-Vulkan mitteilte, enthält der Super-Sternenhaufen rund eine Million blauweiße Sonnen, die mit bis zu 120.000 Grad Celsius dreimal so heiß sind wie vergleichbare Sterne in der Milchstraße. Der Orion-Nebel, der ein ähnliches Licht ausstrahlt, wird von nur vier solchen Sonnen angeheizt.
An der Entdeckung waren Astronomen des Teleskops der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Garching bei München maßgeblich beteiligt. Nach Angaben des Leiters der Forschergruppe, Bob Fosbury, ist der Lynx Arc ein seltenes Beispiel für die Zustände in der Frühzeit des Universums, als überall die Glutöfen der Sonnengeburten brannten. Die Sterne im Lynx Arc entstanden, als das Universum erst zwei Milliarden Jahre alt war - das entspricht etwa 15 Prozent seines bisherigen Alters. Die Wissenschaftler entdeckten die Galaxie mit Hilfe der zehn Meter großen Teleskope des Keck-Observatoriums auf Hawaii.
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