Pluto: War von 1930 bis heute die größte Entdeckung
Washington - Das gab das California Institute of Technology in Pasadena im Bundesstaat Kalifornien bekannt. Der sieben Milliarden Kilometer von der Erde entfernte Planetoid, der vorerst nur "2004 DW" genannt wird, habe einen Durchmesser von mehr als 1700 Kilometer und sei damit sogar noch größer als der vor zwei Jahren entdeckte "Quaoar". Damit ist "2004 DW" das größte Objekt, das Wissenschaftler seit der Entdeckung des Planeten Pluto 1930 im Sonnensystem gefunden haben.
Beide Planetoiden befinden sich im so genannten Kuiper-Gürtel. Die Astronomen wissen noch nicht genau, woraus "2004 DW" besteht. Es wird aber angenommen, dass die meisten Objekte in dem Gürtel zu gleichen Teilen aus Fels und Eis bestehen. Die Kuiper-Objekte werden als Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems vor rund fünf Milliarden Jahren angesehen.
Entdeckt wurde der Planetoid mit einer 172-Megapixel-Kamera. Damit konnten die Wissenschaftler auch die Umlaufbahn des Planetoiden verfolgen. "2004 DW" braucht demnach etwa 248 Jahre, bis er die Sonne ganz umkreist hat.
Die wiederholten Entdeckungen von Planetoiden im äußeren Sonnensystem seien Beweis dafür, dass noch mehr unbekannte Objekte auf ihre Entdeckung warten, sagte der "2004 DW"-Entdecker Mike Brown: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir etwas finden, was unser gesamtes bisheriges Bild des Sonnensystems verändern wird."
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