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Theorien zu Außerirdischen Sag mir, wo die Aliens sind

4. Teil: Leben E.T. und seine Freunde im Paralleluniversum oder wir in der Matrix? Weiter...



Schwarzes Loch (Computersimulation): Das Tor zu einem anderen Universum?
Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

Schwarzes Loch (Computersimulation): Das Tor zu einem anderen Universum?

These 8: Ein kosmischer eiserner Vorhang - die Aliens leben in einem Paralleluniversum

Selbst wenn wir im uns bekannten Kosmos die einzige intelligente Spezies wären, könnten Aliens gleichzeitig in Paralleluniversen leben. Das jedenfalls glaubt der US-Physiker Lee Smolin. In dem Bemühen, Quantenmechanik und Relativitätstheorie mit dem Gedanken der Evolution zu verbinden, ist Smolin zu folgender Theorie gelangt: "Jedes Schwarze Loch ist eine Knospe, die zu einem neuen Universum von Augenblicken führt."

Lange Zeit habe es nur eine Abfolge von Universen ohne Schwarze Löcher gegeben, wobei jedes aus seinem Vorgänger entstanden sei. "Das ist so ähnlich, als ob ein Bakterium sich nicht durch Teilung fortpflanzt, sondern stirbt und dadurch nur einen einzigen Nachkommen erzeugt." Irgendwann aber habe eine Mutation der Naturkonstanten - ähnlich einer Genmutation - zu einem Universum wie dem unseren geführt. Weil dieses viele Schwarze Löcher hervorbringe, die zu neuen Universen führen, müsse es inzwischen unzählige Paralleluniversen zu dem unseren geben.

Beweisbar: theoretisch, durch eine Reise durch ein Schwarzes Loch in ein Paralleluniversum
Verfechter: Lee Smolin
Film/Roman zur These: "Contact" (1997); Carl Sagan: "Contact" (1985)


These 9: Der Außerirdische in uns - wir selbst sind die Nachfahren von Aliens

Könnte es sein, dass die Menschen von einer kosmischen Intelligenz abstammen? Die Astrophysiker Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe haben schon vor Jahrzehnten die These vertreten, dass Asteroiden und Meteoriten Lebenskeime auf die Erde gebracht haben. Daran anknüpfend, haben Leslie Orgel und Francis Crick, der Mitentdecker der DNS-Struktur, die Hypothese entwickelt, menschliches Leben entstamme der zielgerichteten Aussaat einer sterbenden Zivilisation.

Komet Hale-Bopp: Manche Forscher sehen in den Schweifsternen die Boten interstellaren Lebens
DPA

Komet Hale-Bopp: Manche Forscher sehen in den Schweifsternen die Boten interstellaren Lebens

Die beiden Forscher hatten sich gewundert, dass sämtliche Organismen Nukleinsäuren zur Speicherung der genetischen Information verwenden. Diese Universalität des Lebenscodes ist für sie erklärbar, wenn es eine "Infektion" durch extraterrestrische Lebenskeime gegeben hat. Dass Leben selbst unter den harten Bedingungen im All Bestand haben kann, zeigen Experimente mit Bakterien im Weltraum, die gezielt kosmischer Strahlung ausgesetzt wurden. Und selbst Kometen können Kohlenstoff, die Grundsubstanz allen Lebens, offenbar über weite Strecken unversehrt durchs All transportieren: Mit einem Spektrometer entdeckten Forscher des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics Kohlenstoff-Ionen im Schweif des Kometen Kudo-Fujikawa.

Beweisbar: indirekt, durch Entdeckung von DNS-Molekülen oder irdischen Lebensformen in anderen Teilen des Weltraums
Verfechter: Francis Crick, Leslie Orgel
Film zur These: "Kampfstern Galactica 3" (1981)


These 10: Die galaktische Truman-Show - das All ist eine von Aliens erschaffene Illusion

Eine unter Pessimisten verbreitete Überlegung lautet: Wir leben in einer Simulation. "Es gibt nichts in der Quantenmechanik oder in der Relativitätstheorie, das eine solche Matrix ausschließen würde", räumt der Physiker Michio Kaku ein. Könnten telepathische Erlebnisse oder unsere Träume etwa Hinweise auf eine solche Matrix, eine tiefer liegende Wirklichkeit sein? Oder liegt der Hinweis offen vor uns, in der Big-Bang-Theorie?

Kosmische Hintergrundstrahlung, aufgenommen vom Satelliten WMAP: Ist das Universum nur eine Simulation?
NASA/ WMAP

Kosmische Hintergrundstrahlung, aufgenommen vom Satelliten WMAP: Ist das Universum nur eine Simulation?

In den 1960er Jahren entdeckten Astronomen die kosmische Hintergrundstrahlung, die aus den Anfangstagen des Weltalls stammt und kurz nach dem Big Bang entstanden sein muss. Die herkömmliche Urknalltheorie konnte aber nicht erklären, weshalb die Strahlung aus allen Himmelsrichtungen gleich stark ist. Erst 1981 fand der Physiker Alan Guth eine Erklärung: Demnach blähte sich das Universum 10 hoch minus 36 Sekunden nach dem Urknall abrupt auf. Was aber davor liegt, lässt sich bis heute nicht ergründen. Könnte es sein, dass diese "Mauer in der Zeit" von den Architekten der Matrix eingezogen wurde, damit Menschen die Simulation nicht entdecken?

Ein ähnliches Szenario bietet auch der Mathematiker Stephen Baxter als Erklärung an. Demnach ist unser Sonnensystem eine von Aliens geschaffene künstliche Sphäre. In dem Fall müsste die Menschheit zumindest theoretisch in der Lage sein, den Horizont der künstlichen Sphäre zu entdecken. Tatsächlich nähert sich die 1977 gestartete Nasa-Sonde "Voyager 1" der Grenze des Sonnensystems. Doch selbst wenn die Sonde die Grenze überwindet und weiter sendet, wäre das Szenario nicht widerlegt - die Aliens könnten auch die Sonde manipuliert haben.

Beweisbar: durch Fehler in der Simulation
Verfechter: Stephen Baxter
Filme zur These: "Dark City" (1998); "The Matrix" (1999)

Niels Boeing, GEO WISSEN

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