Moskau/New York - Bereits im vergangenen November hatten der Russe Alexander Kaleri und sein US-Kollege Michale Foale ein undefinierbares metallisches Knacken ("wie das Zerdrücken einer Aludose") an Bord gehört. Erste Befürchtungen, die ISS könnte mit einem Stück Weltraummüll zusammengestoßen sein, erwiesen sich damals als falsch.
Nun sind die beiden Astronauten erneut durch ein Geräusch beunruhigt worden. "Es klang wie eine Trommel, oder als ob ein Blech gebogen wird", sagte Kaleri der Flugkontrolle in Moskau. Das meldete die Agententur Itar-Tass. Alle Bordsysteme arbeiteten aber einwandfrei, funkte Kaleri zur Erde.
Der Aufenthalt der achten Langzeitbesatzung seit Oktober 2003 an Bord wird von diversen Problemen begleitet. Ende Dezember bemerkte die Crew einen schleichenden Druckverlust auf der Station. Nach tagelanger Suche wurde ein Riss in einem Schlauch der Kondenswasserableitung an einem Fenster des US-Moduls Destiny entdeckt. Der Schlauch wurde notdürftig durch einen Propfen ersetzt.
Ende Februar mussten die beiden Astronauten einen Weltraumeinsatz außerhalb der Station vorzeitig beenden, weil ein Kühlelement in Kaleris Raumanzug nicht richtig funktionierte. Dem Russen war es so heiß geworden, dass sich Kondenswasser in seinem Helm sammelte.
Der sechsmonatige Aufenthalt von Kaleri und Foale im All nähert sich unterdessen seinem Ende: Ihre Ablösung soll ein zweieinhalb Wochen eintreffen.
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