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19.11.2004
 

Jupiter-Spektakel

Die Monde stehen günstig

Dem Weltraumteleskop Hubble ist ein seltener Schnappschuss vom Jupiter gelungen. Gleich drei der großen Monde warfen dunkle Flecken auf die Oberfläche des Gasplaneten. Ganymed und Kallisto drängelten sich keck mit aufs Foto.

Seltener Anblick: Dreifache Sonnenfinsternis auf Jupiter
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NASA/ ESA/ University of Arizona

Seltener Anblick: Dreifache Sonnenfinsternis auf Jupiter

An Monden herrscht rund um Jupiter kein Mangel: Über 60 Trabanten wurden bislang entdeckt. Bei den meisten handelt es sich allerdings eher um kleine Brocken, die der größte Planet unseres Sonnensystems in seinen Bann gezogen hat. Nur vier Jupiterbegleiter können in der Mond-Oberliga mitspielen: Io, Europa, Ganymed und Kallisto mit Durchmessern zwischen 3100 und 5300 Kilometern.

Auf der Hubble-Aufnahme vom 28. März haben die Monde ihrem Planeten drei schwarze, einen blauen und einen weißen Pickel verpasst. Bei den schwarzen Flecken handelt es sich um die Schatten der Jupitermonde. Das Abbild von Io befindet sich links von der Mitte, Ganymeds Schatten links am Rand und der von Kallisto rechts. Zwei der Monde sind sogar selbst mit aufs Bild gerückt: Io ist der kleine weiße Kreis in der Mitte, Ganymed der blaue rechts oben. Kallisto befindet sich rechts außerhalb des Bildbereichs.

Die beobachtete Konstellation, eine dreifache Sonnenfinsternis, tritt in zehn Jahren nur ein oder zwei Mal auf. Der Grund dafür sind die großen Unterschiede in den Umlaufgeschwindigkeiten der Monde. Der am weitesten außen befindliche Kallisto kreist am langsamsten. Während Ios Schatten zehn Mal über den Jupiter huscht, gelingt dies Kallisto nur einmal in der gleichen Zeit.

Ganymed bewegt sich, was die Umlaufzeit betrifft, zwischen den beiden anderen Monden, so dass eine Dreierkonstellation äußerst selten auftritt. Das Besondere an dem Hubble-Foto ist, dass zwei Monde nicht nur einen Schatten werfen, sondern auch selbst zu sehen sind.

Jupiter erscheint auf dem Bild in Pastelltönen, weil die Astronomen drei verschiedene Aufnahmen aus dem Infrarot-nahen Wellenbereich kombiniert haben. Das Bild zeigt Sonnenlicht, das von den Jupiter-Wolken reflektiert wird. Im Infrarot-nahen Bereich begrenzt Methangas in der Atmosphäre das Eindringen der Sonnenstrahlen. Dadurch erscheinen Wolken abhängig von ihrer Höhe in verschiedenen Farben. Hoch fliegende Wolken sehen gelb aus, tiefer gelegene rot oder blau. Das Grün an den Polen wird von einer dünnen Dunstglocke verursacht.

Ganymeds blauer Schimmer ist eine Folge des Wassereises auf seiner Oberfläche, das längere Wellenlängen absorbiert. Io strahlt ganz in Weiß, weil seine Schwefelverbindungen das Sonnenlicht reflektieren.

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