Sein Spitzname ist wenig schmeichelhaft, aber Mimas besitzt wegen seines gewaltigen Kraters auf der Oberfläche tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem "Todesstern", der waffenstarrenden Raumstation aus dem "Star Wars"-Kinoepos. Die Nasa-Sonde "Cassini" hat den Saturnmond jetzt in einer atemberaubenden Szene eingefangen: Auf dem Bild, das am 7. November aus einer Entfernung von 3,7 Millionen Kilometern aufgenommen wurde, schwebt Mimas vor dem blaugrauen Hintergrund der nördlichen Hemisphäre des Saturns.
In den oberen Atmosphärenschichten des Gasplaneten gibt es keine Wolken, so dass blaues Licht besser reflektiert wird. Der Saturn ist auf diesem Foto deshalb blaugrau statt in den gewohnten Gold- und Brauntönen zu sehen.
Der helle Streifen neben Mimas entsteht durch Sonnenlicht, das durch die so genannte Cassinische Teilung fällt. Diese mit 4800 Kilometern breiteste Lücke zwischen den Saturnringen wird von Amateurastronomen gern als Qualitätsprüfung für Teleskope verwendet. Ein Ausschnitt der Cassinischen Teilung ist unterhalb des grauen A-Rings am unteren Rand des Bildes zu erkennen.
Mimas gehört zu den inneren Monden des Saturns und ist im Durchmesser nur 398 Kilometer groß. Auf Grund seiner geringen Dichte vermuten Forscher, dass er zum größten Teil aus Eis besteht. Das auffälligste Merkmal auf der Oberfläche von Mimas ist der 130 Kilometer große Herschel-Krater, benannt nach dem Astronomen William Herschel. Die Kollision, die den Krater gerissen und in dessen Zentrum einen Berg von der Höhe des Mount Everest hinterlassen hat, brachte Mimas vermutlich an den Rand der Zerstörung.
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