Cape Canaveral - Bis zum Start der "Discovery" sollten alle nach dem Unglück von einer Überprüfungskommission angeordneten Änderungen umgesetzt sein, sagte gestern ein Nasa-Sprecher. Die Kommission hat 15 Änderungen gefordert, um eine Katastrophe wie 2003 zu verhindern.
Als Termin für den weiteren Start einer Raumfähre nannte die Nasa den 12. Juli. Künftig soll es nach Angaben der Nasa auch möglich sein, Astronauten einer beschädigten Fähre auf der Internationalen Raumstation ISS unterzubringen. Ende Februar sollen zusätzliche Güter zur ISS geflogen werden.
Die Raumfährenflotte ist nach dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003 technisch überholt und mit neuen Sicherheitssystemen ausgestattet worden. Alle Flüge waren nach dem Unglück, bei dem die sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, gestoppt worden.
Die "Columbia" war damals kurz vor der geplanten Landung über dem Staat Texas auseinander gebrochen. Verursacht wurde das Unglück von einem etwa aktentaschengroßen Stück Isolierschaum, das sich beim Start der Fähre vom Außentank gelöst und ein Loch in das Hitzeschild der linken Tragfläche geschlagen hatte. Durch das tellergroße Loch im Hitzeschild drangen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre 1650 Grad heiße Gase ein und ließen die Tragfläche von innen schmelzen.
Die "Columbia" war die zweite Raumfähre, die die Nasa verlor. Im Januar 1986 explodierte bereits die "Challenger" wenige Sekunden nach dem Start. Auch damals kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Nasa hat jetzt noch drei Raumfähren. Neben der "Discovery" sind dies die "Atlantis" und die "Endeavour".
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