Vermutet hatten es Astronomen schon seit Juli letzten Jahres: Die Wellen an den Rändern der Keeler-Lücke im Saturn-Ring A hatten den kleinen Mond verraten. Doch zu sehen war er nicht. Erst die Nasa-Sonde "Cassini" lieferte nun Bilder des Saturnmondes. Er wurde provisorisch S/2005 S1 getauft.
Die Bilder zeigen ein kleines Objekt, das sich im Zentrum der Keeler-Lücke verbirgt sowie wellenartige Muster an den Rändern der Lücke. Die Wellen entstehen durch die Schwerkraft des Mondes, der nur einen Durchmesser von sieben Kilometern hat. Er umkreist den Saturn in einer Entfernung von 136.505 Kilometern und reflektiert etwa die Hälfte des Lichts, das auf ihn fällt. Die Keeler-Lücke befindet sich in etwa 250 Kilometer Entfernung vom äußeren Rand des Saturn-Ringes A, der gleichzeitig den äußeren Rand der hellen Saturnringe bildet.
S/2005 S1 ist erst der zweite Saturnmond, der innerhalb der Ringe entdeckt wurde. Der Mond Pan umkreist den Saturn in der Encke-Lücke. Atlas und andere Saturnmonde ziehen außerhalb des Ringsystems ihre Runden.
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