500 Millionen US-Dollar will die Nasa ausgeben, um private Weltraumspediteure ins Geschäft zu bringen. Die könnten dann anstelle der Nasa-Shuttles Fracht und Menschen zur Internationalen Raumstation ISS transportieren. Eine oder gar mehr Firmen sollen, so die Hoffnung, bis spätestens zum Jahr 2010 demonstrieren, dass sie dieser Aufgabe gewachsen sind.
Die Weltraumtransporter könnten dann mit flexiblen Verträgen für Lieferantendienste angeheuert werden. "Commercial Orbital Transportation Services Demonstration" hat die Nasa den Wettbewerb getauft. Bis zum 10. Februar 2006 sollen hoffnungsvolle Bewerber ihre Vorschläge einreichen. Die Nasa hofft, im Mai schon erste Verträge vergeben zu können.
Die Raumfahrtbehörde sucht ihrer ersten Ankündigung zufolge nach einem Unternehmen, das bis zu 7000 Kilogramm Fracht und maximal drei Astronauten auf einmal transportieren kann. Im kommenden Jahr will man in die Demonstrationsbemühungen der Bewerber 40 Millionen Dollar investieren. 2007 sollen es 130 Millionen sein, 2008 stehen 200 Millionen und 2009 noch einmal 130 Millionen auf dem Ausgabenplan.
Eine ganze Reihe von Firmen haben bereits Interesse an den orbitalen Frachtaufträgen geäußert, darunter Giganten wie Boeing und Lockheed Martin, aber auch eine ganze Reihe kleinerer Spezialunternehmen wie die kalifornischen Firmen SpaceDev und Space Exploration Technologies.
Vertreter der insgesamt acht interessierten Unternehmen nahmen gestern in Houston im Johnson Space Center an einer Informationsveranstaltung zur Ausschreibung teil.
Die Raumfahrtindustrie hatte mit jahrelanger Lobbyarbeit auf diesen Schritt hingearbeitet. "Wir sind begeistert über diese Möglichkeit", sagte Larry Williams von Space Exploration Technologies, kurz SpaceX. Die Firma wurde von dem Internetunternehmer Elon Musk gegründet - mit Geld, dass er mit dem Verkauf des Bezahldienstes PayPal an eBay verdient hatte. So lange die Bedingungen für alle Wettbewerber gleich seien, könne man es auch mit den großen Konkurrenten "jederzeit und überall" aufnehmen, so Williams.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Weltall | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH