"Meteosat 9" ist das zweite Exemplar der neuen europäischen Wettersatelliten-Generation - und wird deshalb auch als "MSG-2" bezeichnet. Der zwei Tonnen schwere künstliche Trabant soll künftig Daten für Wettervorhersagen in Europa und Afrika schneller und präziser liefern.
Das erste Exemplar der neuen Baureihe war 2002 gestartet worden. Die neuen Flugkörper können alle 15 Minuten Wetterdaten aus 15 Spektralkanälen zur Erde senden, früher ging das nur alle 30 Minuten auf drei Kanälen. Außerdem stellen die Satelliten Informationen für Klimaforschung, Landwirtschaft und bei Umweltkatastrophen zur Verfügung.
Der 154 Millionen Euro teure "Meteosat 9" soll in einer geostationären Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Höhe arbeiten. Die europäische Organisation für meteorologische Satelliten (Eumetsat) beziffert die Kosten des MSG-Programms auf rund zwei Milliarden Euro, von denen die Organisation selbst 1,7 Milliarden und die Esa 300 Millionen Euro trage.
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