Houston - Mit den Worten "Willkommen zurück, 'Discovery', und Glückwunsch zu einer großartigen Mission", empfing die Missionskontrolle in Houston die Besatzung. Shuttle-Kapitän Steven Lindsey antwortete: "Es war eine großartige Mission, eine wirklich großartige Mission, und ich habe den Wiedereintritt und die Landung genossen."
Der Shuttle hatte zuletzt zuletzt Mittelamerika und den Golf von Mexiko überquert. Gegen 15 Uhr deutscher Zeit änderte die Crew noch einmal den Kurs, um wegen der Wetterbedingungen eine andere Landebahn anzufliegen, Kapitän Lindsey übernahm kurz vor der Landung selbst das Steuer. Dann setzte die Raumfähre sicher auf dem Weltraumflughafen Kennedy Space Center in Florida auf.
Die US-Weltraumbehörde Nasa hatte der Raumfähre "Discovery" die Landeerlaubnis gegen Mittag erteilt. Auf der Internationalen Raumstation ISS verfolgten die dort verbliebenen Astronauten die Landung an Bildschirmen und Instrumenten.
Während seine sechs Kollegen an Bord der "Discovery" heute auf die Erde zurückkehrten, ist der deutsche Astronaut Thomas Reiter an Bord der Internationalen Raumstation ISS geblieben. Bis Weihnachten soll Reiter im Orbit bleiben und gemeinsam mit dem Amerikaner Jeffey Williams und dem Russen Pawel Winogradow an Forschungsprojekten arbeiten.
Am Morgen waren die Astronauten an Bord der Raumstation vom Kontrollzentrum in Houston aus geweckt worden. Kommandant Steven Lindsey sagte: "Wir bereiten uns auf einen schönen Tag vor und hoffen, dass wir bei gutem Wetter in acht bis zehn Stunden wieder am Boden sind."
Gestern hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach einem letzten Sicherheitscheck die Freigabe für die Landung erteilt. Untersuchungen der Außenhülle hätten ergeben, dass der Hitzeschild des Shuttles keinerlei Schäden aufweise. Ein Leck in einem Antriebsaggregat für die hydraulischen Systeme an Bord wurde am Sonntag als harmlos eingestuft. Die Nasa verwarf den Plan, das Aggregat notfalls abzustellen.
Beim letzten Shuttle-Flug im vergangenen Sommer war die - letztlich erfolgreiche - Landung mit Sorge verfolgt worden, weil der Hitzeschild der Raumfähre beim Start beschädigt worden war.
cis/AFP/dpa/rtr
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