Vor allem in den westafrikanischen Ländern Burkina Faso und Niger hat die Regenzeit 2006 viel Unheil angerichtet: Fast 26.000 Menschen seien dort durch Hochwasser obdachlos geworden, teilten die Vereinten Nationen mit. Schuld an den Fluten seien besonders lang anhaltenden Regenfälle. Von Niger aus haben sich die Fluten jetzt auch in den Norden des Nachbarlandes Nigeria ausgebreitet. Das zeigen zwei Bilder vom "Terra"-Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa.
Auf den Bildern, die mit Hilfe des "Modis"- Spektroradiometers entstanden sind, kann man den Unterschied vor und nach dem Ankommen der Wassermassen deutlich erkennen. Während der Sokoto-Fluss am 4. September vom Weltraum aus kaum zu sehen ist, formt er zwei Wochen später eine große dunkelgrüne Schleife im Norden von Nigeria.
Das Hochwasser dieses Jahr ist außergewöhnlich. Dass der Fluss um diese Jahreszeit so stark anschwillt, ist nach Nasa-Angaben normal. Ähnlich wie etwa der Nil zu Zeiten, in denen er noch nicht durch große Staudämme reguliert wurde, überflute der Sakoto jedes Jahr größere Gebiete und verteile dabei Schlamm in der Ebene, die er durchfließt.
In der sonst eher trockenen Region bildet der Fluss eine wichtige Wasserquelle. Nur seinetwegen können hier bestimmte Pflanzen angebaut werden. Tatsächlich kann man entlang des Flusses einen grünen Vegetationsstreifen erkennen. Dass auch in den sonst ausgedörrten Landstrichen abseits des Sokoto grüne Flächen im Satellitenbild erkennbar sind, liegt laut Nasa an den Regenfällen, die in der Region niedergingen.
akh
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