Hamburg - Die EU-Kommission rechne je nach Struktur des Betreibermodells mit Gesamtkosten von neun bis zwölf Milliarden Euro bis zum Jahr 2030, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf eine Mitteilung an das europäische Parlament. In Kreisen der EU-Ratspräsidentschaft war im Mai noch von Kosten in Höhe von etwa sieben Milliarden Euro die Rede.
Zwar könnten durch den Verkauf der "Galileo"-Dienste insgesamt zwar wieder rund acht bis zehn Milliarden Euro Einnahmen hereinkommen. Diese Prognose sei aber unsicher, weil das künftig verbesserte US-Navigationssystem GPS III zahlreiche Dienste kostenlos einführe, heißt es weiter. Je später der "Galileo"-Aufbau erfolge, umso geringer würden die Einnahmen.
Mitte Mai hatte sich die EU Kommission wegen Problemen mit dem privaten Betreiberkonsortium dafür ausgesprochen, das "Galileo"-System in staatlicher Regie aufzubauen und die Privatwirtschaft erst später beim Betrieb wieder einzubinden. An diesem Freitag wollen die EU-Verkehrsminister über das Konzept entscheiden.
reh/dpa/ddp
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