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15.08.2007
 

Raumfähre "Endeavour"

Hitzeschild muss wohl nicht im All repariert werden

Noch hat die Nasa nicht über eine Instandsetzung des Hitzeschilds der Raumfähre "Endeavour" entschieden. Die Experten sind aber optimistisch, ohne Reparatur im All auszukommen. Unterdessen gab Lehrerin Barbara Morgan von der ISS aus die erste Schulstunde in Schwerelosigkeit.

Die US-Raumfähre "Endeavour" kann nach Einschätzung des Nasa-Experten John Shannon vermutlich ohne Reparatur von der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückkehren. Aufgrund erster aerodynamischer und thermischer Labortests, die nach dem Schaden am Hitzeschild von der Nasa durchgeführt wurden, sei er "vorsichtig optimistisch, dass der Shuttle so zurückkommen kann, wie er ist", sagte Shannon am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Eine endgültige Entscheidung sollte demnach vermutlich Mittwochabend fallen.

Ein Stück Isolierschaum hatte den Hitzeschild der "Endeavour" beim Start vor einer Woche beschädigt. Laut Shannon zeigen in der Zwischenzeit ausgeführte Tests, dass der Hitzeschild an der betroffenen Stelle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre höchstens 176,6 Grad Celsius heiß werden dürfte. Diese Temperatur müsste die Aluminiumkonstruktion unter der Kachel nach seinen Angaben aushalten. Die "Endeavour" soll am kommenden Montag von der ISS abdocken und am 22. August zur Erde zurückkehren.

Erste Schulstunde im All

Unterdessen hat die frühere Lehrerin Barbara Morgan eine jahrzehntealte Idee in die Tat umgesetzt: Die 55-jährige Astronautin gab Schülern aus ihrem US-Heimatstaat Idaho am Dienstag von der ISS aus eine Unterrichtsstunde. 25 Minuten lang beantwortete sie Fragen der Kinder wie zum Beispiel "Wie schnell fliegt ein Baseball im Weltall?" oder "Wie trinkt man in der Schwerelosigkeit?". Die erste Schulstunde im All war bereits 1986 angesetzt gewesen. Die US-Raumfähre "Challenger" mit der Lehrerin Christa McAuliffe und sechs weiteren Menschen an Bord verunglückte jedoch. Morgan, die seit 1998 Astronautin ist, hatte bei der Katastrophe als Ersatzfrau bereitgestanden.

In der von der Nasa live übertragenen Schulstunde machten Morgan und drei ihrer Astronauten-Kollegen praktische Demonstrationen. Aus einer Trinkflasche ließen sie zum Beispiel Tropfen einer roten Flüssigkeit kurz durch die ISS fliegen und schluckten sie dann rasch herunter. Auf die Frage, wie sie sich im All fit halte, packte Morgan zwei Kollegen und hob sie hoch.

hkr/AFP

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