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28.04.2008
 

Raketenstart

Inder schießen zehn Satelliten auf einmal ins All

Indiens Raumfahrtprogramm ist ehrgeizig: Eine Trägerrakete hat zehn Satelliten auf einen Schlag ins All befördert. Allerdings stammten nur zwei davon aus Indien. Der Rest kommt aus dem Ausland - unter anderem aus Deutschland.

Neu-Delhi - Es war ein effektiver Transport: Eine Trägerrakete der indischen Raumfahrtorganisation Isro hat am Montag zehn Satelliten erfolgreich in die Erdumlaufbahn gebracht. "Für Isro ist es ein historischer Moment, weil erstmals zehn Satelliten mit einem einzigen Abschuss in den Orbit gebracht wurden", sagte der Chef der Raumfahrtagentur, Madhavan Nair. Das indische Staatsfernsehen übertrug den Start der Rakete. "Wir konnten nicht die geringste Abweichung von der vorgesehenen Flugbahn feststellen. Das zeigt, dass die Mission perfekt verlief."

Indische Trägerrakete (PSLV) C-9: Zehn Satelliten auf einen Streich ausgesetzt
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REUTERS

Indische Trägerrakete (PSLV) C-9: Zehn Satelliten auf einen Streich ausgesetzt

Die Polar-Satellitenträgerrakete (PSLV) C-9 hob am Montagmorgen vom Satish-Dhawan-Weltraumzentrum ab. Es liegt an der indischen Ostküste, rund 90 Kilometer nördlich der Stadt Madras. 14 Minuten nach dem Start wurden die zehn Satelliten nacheinander in die Umlaufbahn gebracht. Die Prozedur dauerte insgesamt etwa 20 Minuten.

Zwei der Satelliten sind aus Indien, darunter auch der jüngste Fernerkundungssatellit des Landes. Die acht weiteren sind besonders klein und kommen von ausländischen Forschungsinstituten. Auch deutsche Forscher schicken einen Satelliten mit: Der Satellit Compass-1 der Fachhochschule Aachen ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern und soll aus dem All Fotos der Erde liefern und ein Navigationssystem testen.

Die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien verfolgt ein ehrgeiziges Weltraumprogramm und plant noch in diesem Jahr eine unbemannte Mond-Mission. Im April vergangenen Jahres hatte ISRO erstmals einen ausländischen Satelliten ins All geschossen.

lub/dpa/AFP

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