Ob wir Erdbewohner allein im All leben, ist eine fundamentale Frage der Menschheit. Deswegen ist die Suche nach fernen Planeten, die um Sterne außerhalb des Sonnensystems kreisen, für Astronomen eine ganz besondere Aufgabe - und das Ziel ihrer Träume ist der Fund eines erdähnlichen Planeten. Seit der erste sogenannte Exoplanet Anfang der neunziger Jahre entdeckt wurde, gibt es regelmäßig Berichte über neu gefundene Exemplare. In der "Enzyklopädie der extrasolaren Planeten" finden sich mittlerweile mehr als 320 Vertreter - unter ihnen sogar welche, die nicht viel schwerer sind als unsere Erde.
Eine Forschergruppe, angeführt von Paul Kalas von der University of California in Berkeley, fotografierte im November mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop einen Planeten, der gerade einmal 25 Lichtjahre von der Erde entfernt um einen Stern namens Fomalhaut kreist. Ein zweites Team unter der Leitung von Christian Marois vom kanadischen NRC Herzberg Institute of Astrophysics in British Columbia wurde mit den erdgebundenen Teleskopen "Keck" und "Gemini North" sogar drei Mal fündig, in rund 130 Lichtjahren Entfernung von der Erde. "Wir können mit Sicherheit sagen, dass unsere Entdeckung das erste Bild eines Multiplanetensystems ist", sagte Christian Marois im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.
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