Der kommerzielle Satellit "GeoEye-1" hatte bei der Inauguration Barack Obamas eine ideale Position: Kein Kopf des Vordermanns, kein Baum, kein Sicherheitszaun versperrte den Blick auf die Tribüne vor dem Kapitol, von welcher der neue US-Präsident zu 1,8 Millionen Menschen sprach. Die Amtseinführung am Dienstag war ein großer Moment der amerikanischen Geschichte - und ein bisschen spürt man das selbst aus der Satellitenperspektive.
Mit 7,5 Kilometern pro Sekunde rast "GeoEye-1" um die Erde, der Orbit befindet sich in 684 Kilometer Höhe. Eine große Distanz bis zum Erdboden, doch dank der hochauflösenden Optik erscheint die Aufnahme so, als wäre sie von einem Flugzeug aus entstanden.
Das Kapitol ist auf der rechten Bildseite gut zu erkennen. Bei den grün-braunen Flächen davor handelt es sich nicht etwa um ein Wäldchen, sondern um die vielen Zuschauer, die den neuen Präsidenten live erleben wollten.
Barack Obama hielt zur Amtseinführung genau die Ruck-Rede, auf die die USA und die Welt gewartet hatten. Eine große Krise brauche große Lösungen - man solle nicht ums Klein-Klein zanken: Das war seine Botschaft.
"GeoEye-1" wird auch Google-Satellit genannt, weil der Suchmaschinenkonzern häufig seine Aufnahmen in Google Maps und Google Earth nutzt. Die Betreiberfirma hatte vorab angekündigt, am 20. Januar kurz vor 12 Uhr (Ortszeit) ein Foto aus dem All zu schießen. Viele Nachrichtenagenturen hätten um die Aufnahme gebeten, sagte ein Unternehmenssprecher.
hda
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