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Interplanetare Kommunikation Die lange Suche nach E.T.

2. Teil: Ein Klicken - einfach, zweifach oder dreifach

Die Radiopioniere des frühen 20. Jahrhunderts wollten unsere kosmischen Brüder indes eher anfunken als anleuchten. Der im heutigen Kroatien geborene Nikola Tesla berichtete um die Jahrhundertwende, er habe in seinen Labors in Colorado Springs wundersame Funksignale aufgefangen, die möglicherweise vom Mars oder der Venus stammten: ein Klicken - einfach, zweifach oder dreifach.

Die Herkunft des Signals ist bis heute unklar. Pläne des Amerikaners David Todd, mit Lauschballons in der Erdatmosphäre nach Signalen vom Mars zu suchen, wurden nie umgesetzt. Verschwörungstheoretiker schreiben seinem Kollegen Tesla die Erfindung eines speziellen Kommunikationsgeräts für interplanetare Plaudereien zu, des Teslascopes. Belege dafür gibt es nicht.

Knapp 20 Jahre später berichtete der Italiener Guglielmo Marconi, ein Pionier der drahtlosen Kommunikation, ebenfalls von möglichen Botschaften aus fernen Welten. Zu dieser Zeit wurde noch immer heftig debattiert, ob Licht oder Radiowellen passender für die Kommunikation mit außerirdischen Lebensformen wären. Für Licht sprach eine bessere Fokussierbarkeit, für Radiowellen eine geringere Beeinflussung, etwa durch kosmischen Staub.

Doch letzten Endes setzen sich Radiosignale als Mittel der Wahl durch, unter anderem nachdem Giuseppe Cocconi und Philip Morrison Ende der Fünfziger bewiesen hatten, dass die Radaranlagen der damaligen Zeit kraftvoll genug waren, um Botschaften weit, weit Hinaus ins All zu schicken. Das passierte dann schließlich im Herbst 1974 mit der Botschaft vor Arecibo, die allerdings nur ein einziges Mal in dieser Form gesendet wurde.

Zuvor hatte der US-Astronom Frank Drake beim sogenannten Project Ozma mit Hilfe des National Radio Astronomy Observatory in Green Bank im US-Bundesstaat West Virginia nach Signalen außerirdischer Zivilisationen gefahndet. Mit einem 26 Meter großen Radioteleskop hatte er die Sterne Tau Ceti und Epsilon Eridani ins Visier genommen. Kurzzeitige Euphorie kam im April 1960 auf, als ein Signal aufgefangen wurde. Wie sich herausstellte, stammte es aber von einem hochfliegenden Flugzeug.

Nun ruht die Hoffnung der interplanetaren Kommunikationsfans auf Botschaften wie der von Arecibo. Eine Antwort hat die Menschheit bisher noch nicht erhalten, was auch mit daran liegt, dass die Signale selbst bei sofortiger Antwort von Messier 13 erst im Jahr 47.574 bei uns eintreffen würden.

In der Zwischenzeit hat es weitere, ähnliche Botschaften gegeben, die zum Teil weit profaner waren als der erste Versuch der Kontaktaufnahme: So wurde im vergangenen Sommer eine Werbebotschaft für Tortillachips zum Zwergstern 47 Ursae Majoris gesendet.

chs

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