Die sanitären Anlagen in der Internationalen Raumstation ISS sind wieder voll funktionstüchtig. In der Nacht zu Dienstag haben der Russe Gennadi Padalka und der belgische Esa-Astronaut Frank de Winne die zweite Bordtoilette im amerikanischen Segment erfolgreich repariert, wie die US-Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die Männer hätten die Separatorpumpe, die die festen von den flüssigen Fäkalien trennt, eine Kontrolleinheit und einen Flüssigkeitscontainer ausgetauscht. Danach sei das System wieder aktiviert worden und funktioniere normal.
Der Schaden war zeitgleich mit der Ankopplung der US-Raumfähre "Endeavour" aufgetreten. Für die 13-köpfige Besatzung des Orbitalkomplexes hat es aber zu keiner Zeit einen sanitären Notstand gegeben. Ihr standen eine Toilette im russischen Segment und eine weitere im Shuttle zur Verfügung.
Das stille Örtchen in der ISS hat in der jüngsten Vergangenheit öfter Sorgen bereitet. So fiel die russische Toilette im vergangenen Jahr gleich zweimal aus. Jedes Mal erwies sich die Pumpe als der neuralgische Punkt. Die ISS-Besatzungen konnten den Schaden jedoch mit Bordmitteln provisorisch beheben, bis die entsprechenden Ersatzteile auf der Umlaufbahn eintrafen.
Im Herbst vergangenen Jahres war in Vorbereitung auf die Verdopplung der ISS-Crew eine zweite Toilette in die Umlaufbahn gebracht worden, die im US-Segment installiert wurde und nun kurzzeitig den Dienst versagte.
lub/dpa
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