Geht es nach dem Willen von Peter Hintze (CDU), soll Deutschland bis 2015 eine unbemannte Mondmission vollführen. Der Regierungskoordinator für die deutsche Luft- und Raumfahrt schätzt die Kosten für das Vorhaben auf etwa 1,5 Milliarden Euro binnen fünf Jahren. Deutsche Astronauten sollen aber nicht auf den Mond landen.
Die deutsche Mondlandung sei "im Laufe des nächsten Jahrzehnts, etwa 2015" denkbar, sagte Hintze. Er plädierte für eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern und den USA. Am heutigen Mittwoch will Hintze das Programm dem Kabinett und der Öffentlichkeit vorstellen.
Die Projektkosten wären "gut investiertes Geld", sagte der CDU-Politiker. Denn die dabei erzielten Erkenntnisse würden der Wirtschaft neue Impulse geben. Die dabei erzielten Erkenntnisse in der Robotik könnten beispielsweise auch in der Pharmaindustrie zum Einsatz kommen, sagte Hintze. Neben der Erforschung des Sonnensystems könne eine Mondbasis auch bei der Abwehr von Gefahren aus dem All, etwa gegen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde, genutzt werden.
Mondlandung: Der größte Sprung des Jahrtausends
Dass sich Deutschland rund 40 Jahre nach der ersten Mondlandung mit einem solchen Vorhaben beschäftige, liege auch daran, dass die Raumfahrtnationen generell den Mond als Forschungsobjekt wiederentdeckt hätten. "Der Mond ist das Archiv unseres Sonnensystems", sagte Hintze. Er sei "so etwas wie ein natürlicher Raumflughafen der Erde" und eine hervorragende Forschungsplattform.
lub/dpa/Reuters
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