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12.09.2009
 

Nach Extrarunden

"Discovery" sicher in Kalifornien gelandet

Gelandete "Discovery": Die US-Raumfähre auf dem Luftwaffenstützpunkt EdwardsZur Großansicht
REUTERS

Gelandete "Discovery": Die US-Raumfähre auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards

Verspätete Landung: Nach Extrarunden wegen schlechten Wetters ist die US-Raumfähre "Discovery" sicher zur Erde zurückgekehrt. Die sieben Astronauten landeten auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien, was die US-Weltraumbehörde gern vermieden hätte.

Houston - Mit eintägiger Verspätung ist das Shuttle mit der siebenköpfigen Besatzung am Freitagabend kurz vor Sonnenuntergang (2.53 Uhr MESZ Samstag) auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien gelandet. Ursprünglich sollte die Fähre bereits gut 24 Stunden vorher in Florida landen. Wegen schlechten Wetters war die Rückkehr um einen Tag verschoben worden.

Da die Witterungsverhältnisse in Cape Canaveral auch am Freitag eine Landung dort unmöglich machten, entschied sich die Nasa für den Ausweichlandeplatz in Kalifornien. Wegen des kostspieligen Rücktransports nach Florida hätte die US-Weltraumbehörde die Landung in Kalifornien gern vermieden. Der aufwendige Transfer eines Shuttles auf einem umgebauten Flugzeug dauert immer rund eine Woche und schlägt mit 1,7 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro) zu Buche.

Das Kontrollzentrum gratulierte der Besatzung der "Discovery" unmittelbar nach der Landung für eine "außerordentlich erfolgreiche Mission". "Willkommen daheim, 'Discovery'", funkte Eric Boe von der Kontrollstation im texanischen Houston nach der erfolgreichen Landung an die Raumfähre. Das Shuttle hatte der Internationalen Weltraumstation (ISS) mehr als 8000 Kilogramm an Ausrüstung und Geräten für wissenschaftliche Experimente gebracht.

Die Angehörigen der Astronauten hatten vergebens im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida gewartet. Der Shuttle war zwei Wochen im All unterwegs.

Nach 58 Tagen an Bord der ISS kehrte US-Astronaut Tim Kopra mit der "Discovery" wieder zur Erde zurück. Seinen Platz im All nahm Nicole Stott ein. Die Amerikanerin wird in Gesellschaft von fünf Kollegen aus Russland, Europa und Kanada voraussichtlich bis Ende November zum ersten Mal auf der ISS Dienst tun.

Auf ihrem Rückflug musste die "Discovery" Weltraummüll ausweichen

Die "Discovery" brachte während des zweiwöchigen Aufenthaltes ein neues Labor, einen Gefrierschrank zur Aufbewahrung wissenschaftlicher Proben und ein neues Schlafabteil für das japanische Forschungsmodul Kibo zur ISS. Während des knapp neuntägigen "Rendezvous" mit der ISS hatten Astronauten drei Außeneinsätze unternommen. Unter anderem installierten sie ein Tragkraft-System und zwei GPS-Antennen, bauten einen Kühltank an der ISS an und bugsierten den zuvor abmontierten bisherigen Tank in den Laderaum der Raumfähre.

Auf ihrem Rückflug zur Erde musste die "Discovery" am Donnerstag einem Stück Weltraummüll ausweichen. Nach Angaben der Bodenkontrolle flog die Raumfähre auf Anordnung der Nasa ein Ausweichmanöver, um nicht zu nah an das "mysteriöse Objekt" zu gelangen. Das Trümmerteil könnte sich demnach während des dritten Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation ISS von der "Discovery" gelöst haben. Es stammt laut Nasa jedoch nicht vom Hitzeschild der Raumfähre.

Die "Discovery"-Mission war die vierte von fünf für dieses Jahr geplanten. Im November soll das Shuttle noch einmal ins All fliegen. Im September 2010 will die NASA die Shuttle-Flotte dann endgültig außer Betrieb nehmen.

Mit zurück auf die Erde kam außerdem "Buzz Lightyear", die Figur aus dem Film "Toy Story", die im vergangenen Jahr im Rahmen eines Bildungsprogramms auf die ISS gebracht worden war. Die "Discovery" hatte am Dienstag von der Internationalen Raumstation abgedockt. An der Mission nahm auch der Esa-Astronaut Christer Fuglesang teil.

jjc/AP/Reuters/AFP

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