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02.10.2009
 

Satellitenbild der Woche

Dauerraucher in Chile

Vulkan Chaitén: Riesige Aschewolke Richtung NordwestenZur Großansicht
NASA

Vulkan Chaitén: Riesige Aschewolke Richtung Nordwesten

Der chilenische Vulkan Chaitén kommt nicht zur Ruhe. Seit 16 Monaten schon kommt es immer wieder zu Eruptionen. Der beginnende Frühling auf der Südhalbkugel erlaubte nun einen klaren Blick auf den mächtigen Berg, der im Winter häufig unter einer Wolkendecke verschwindet.

1200 Meter hoch ist der Vulkan Chaitén - und er galt bis vor wenigen Monaten als inaktiv. Altersbestimmungen seiner letzten Lavaströme mit Hilfe der Radiokarbon-Methode hatten ergeben, dass sich der letzte Ausbruch vor etwa 9430 Jahren ereignet hat. Doch Anfang Mai 2008 überraschte Chaitén die Anwohner und Geologen mit einem heftigen Ausbruch. Tausende Menschen flüchteten aus der Gefahrenzone.

Seit 16 Monaten ist der Feuerberg nun schon nahezu ununterbrochen aktiv. Die austretende Lava hat einen steil ansteigenden Dom gebildet. Immer wieder kommt es zu Eruptionen, bei denen Asche und Dampf austreten. Die Stadt Chaitén, südlich des rauchenden Bergs gelegen, ist wegen der großen Gefahr nach wie vor evakuiert.

Jetzt, wo auf der Südhalbkugel der Frühling Einzug hält, verziehen sich auch immer mehr die dichten Wolken, die den Berg den Winter über oft verhüllen. So konnte der Nasa-Satellit "Earth Observing-1" am 27. September ein klares Foto des rauchenden Feuerbergs schießen. Nach Angaben des Wetterdiensts der US Air Force erreichten die Aschewolken an diesem Tag eine Ausdehnung von mehr als 50 Kilometern Richtung Nordwesten.

Seine Geschichte weist den Chaitén als äußerst gefährlichen Vulkan aus: Er ist wiederholt explosiv ausgebrochen, Lavakuppeln auf dem Berg sind zusammengebrochen, und es kam zu pyroklastischen Strömen. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus vulkanischem Gas, Asche und Lava, das mit bis zu 400 Kilometern pro Stunde den Berghang hinabrasen kann. Im Innern eines pyroklastischen Stroms entstehen Temperaturen von bis zu 800 Grad.

Auch im Februar 2009 war ein solcher pyroklastischen Strom entstanden. Damals war nach Angaben von Forschern des Smithsonian Global Volcanism Program ein Lavadom im Inneren des Schichtvulkans teilweise eingestürzt. Asche und Gase hinterließen eine Spur der Verwüstung.

hda

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