Wie das trübe Abwasser einer Fabrik fließt der Copper River in den Golf von Alaska. Lange bevor das Süßwasser des Flusses in den salzigen Ozean fließt, entspringt sein Quell einem Gletscher in den Wrangell Mountains von Alaska. Dann durchströmt der Copper River rund 400 Kilometer lang eine von Gletscherzungen zerfurchte Berglandschaft, bevor es sich durch Felder von Sanddünen bis an die Küste schlängelt.
Doch das, was der Fluss in den Ozean speist, ist nicht etwa eine giftige Brühe. Auf seinem Weg ans Meer reißt der Copper River jede Menge Schlamm und Sand mit, die sich an den Ufern des Flusses ansammeln. Da in der Region zugleich starke Winde wehen, entwickeln sich enorme Staubstürme, die sich weit bis in den Golf von Alaska ziehen und vom Weltraum aus zu sehen sind.
Auf dem Bild, das einer der Nasa-Erdsatelliten vor wenigen Tagen geschossen hat, ist zu erkennen, dass der Wind eine Staubfahne von den schneebedeckten Bergen aus in Richtung Golf bläst. Dabei nimmt er die feinen Sedimente des Copper River auf und trägt sie bis über den Ozean.
Der Schlamm, der sich im Copper River sammelt, stammt von den vielen Gletschern in der Gegend: Schwere Eismassen wälzen sich über Geröll und Fels und zermahlen sie dabei zu kleineren Partikeln. Auch die Erosion durch den Fluss selbst trägt ihren Teil dazu bei. So haben sich im Laufe der Jahrtausende die zahlreichen Sanddünen in Küstennähe gebildet.
cib
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