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16.12.2009
 

Bilder vom jungen Sternenhaufen

Hubble späht in die stellare Kinderstube

Foto: UT/CTIO Magellanic Cloud Emissio

Es ist die größte Ansammlung von Junggestirnen in unserer galaktischen Nachbarschaft. Jetzt liefert das Weltraumteleskop Hubble neue Bilder von dem Sternenhaufen R136, die so detailliert sind wie nie zuvor. Die US-Forscher freuen sich über unglaubliche Aufnahmen.

Baltimore - Weihnachtsgrüße aus dem Weltall: Nachdem Hubble vor wenigen Monaten in einer aufwendigen Großaktion aufgerüstet wurde, schickt das Weltraumteleskop zur Freude vieler Forscher seither wieder fleißig Bilder. Die neuesten Aufnahmen kommen gerade recht zum Fest.

Hunderte blauleuchtender Sterne sind auf dem Foto zu sehen, das Hubble im Nebel 30 Doradus gemacht hat. Das Bild zeige die "größte stellare Kinderstube" unserer galaktischen Nachbarschaft so detailliert wie nie zuvor, teilte das Space Telescope Science Institute in Baltimore mit. Erst wenige Millionen Jahre alt ist der Sternenhaufen, den die Forscher R136 nennen.

Die Gruppe junger Sterne liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Sie ist 170.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, sowohl die Große als auch die Kleine Magellansche Wolke sind Nachbargalaxien unserer Milchstraße. Einige der wie Diamanten funkelnden Sterne auf dem Bild sind nach Angaben der Forscher mehr als hundertmal so mächtig wie die Sonne.


Auch deutsche Forscher von der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Garching bei München haben Grund zur Freude: Am Dienstag veröffentlichten sie spektakuläre Hubble-Aufnahmen von Baby-Planetensystemen. Die Bilder zeigen 30 der sogenannten protoplanetarischen Scheiben im Orionnebel. Daraus haben die Forscher einen Atlas der Scheiben aus Gas und Staub erstellt, die als Vorläufer von Planetensystemen gelten und sich um einen neugeborenen Stern sammeln.

Insgesamt entdeckte Hubble 42 dieser protoplanetarischen Scheiben. Die detaillierten Bilder erlaubten Rückschlüsse auf die Mechanismen bei der Bildung der Planetensysteme, teilte die ESO mit. Der Orionnebel liegt etwa 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist ein sehr aktives Sternentstehungsgebiet. Zuvor, Anfang Dezember, hatte Hubble uralte Galaxien fotografiert - die ältesten, die bisher von Menschen je gesichtet wurden.

cib/dpa

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"Hubbles" bewegte Geschichte

April 1990

An Bord der Raumfähre "Discovery" wird "Hubble" ins All geschossen. Benannt ist das Teleskop nach dem 1953 gestorbenen US-Astronomen Edwin Hubble.

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