Washington - Noch vor wenigen Wochen feierte die Nasa den sechsten Jahrestag von "Spirits" Landung auf dem Mars. Doch der kleine Marsrover war schon ziemlich gezeichnet von seinen Erkundungstouren auf dem roten Planeten. Erst waren zwei seiner sechs Räder ausgefallen, und im Mai 2009 kam es zu einem Missgeschick, das unweigerlich zum Ende von "Spirit" führen wird: Der Mars-Roboter blieb im Sand stecken.
Lange Zeit wollte die Nasa ihren Marsrover nicht abschreiben. In monatelanger Arbeit entwarf die US-Raumfahrtbehörde ein Programm, um "Spirit" Millimeter um Millimeter, Zentimeter um Zentimeter aus seiner Sandfalle zu befreien. Doch alle Versuche führten dazu, dass das Fahrzeug noch weiter einsank. Letztlich musste die Nasa den Kampf aufgegeben. Am Dienstag gab sie bekannt, man werde die Bemühungen zur Befreiung des Roboters einstellen.
Rest in Peace, kleiner "Spirit"? Mitnichten. Auch für seinen Lebensabend hat die Nasa Pläne: Aus der Maschine soll nun eine stationäre Forschungsplattform werden.
Der Rover und sein Zwillingsbruder "Opportunity" waren im Januar 2004 auf dem Mars gelandet. "Spirit" sorgte schnell für Euphorie unter den Wissenschaftlern. Nicht nur, dass beide Fahrzeuge eine gewaltige Menge an phantastischen Bildern geliefert haben - sie taten dies auch bei weitem länger als erwartet. Ursprünglich war die Nasa von einer Lebensdauer von nur 90 Tagen ausgegangen, doch die beiden kleinen Roboter liefen und liefen. Für "Spirit" war Schluss, als im vergangenen Frühjahr seine Räder durch die krustige Oberfläche des Mars-Sands brachen. Zuvor hatte er schon mit Computerproblemen zu kämpfen.
Als Forschungsstation kann "Spirit" unter anderem mit Hilfe seines Roboterarms den Boden in seiner Nähe intensiv erkunden - und weil der Name des Gefährts offenbar Programm ist, hat "Spirit" damit auch schon begonnen.
cib/dpa
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