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25.06.2010
 

Neue Nasa-Mission

Sonde liefert spektakuläre Bilder vom Mond

Von Susanne Schäfer

Hohe Berge, rätselhafte Gräben: Die faszinierende Landschaft des Mondes
Fotos
REUTERS

Der Mond aus der Nähe: Seit einem Jahr funkt die Nasa-Sonde LRO Bilder vom Erdtrabanten, eine präzise Landkarte entsteht. Rätselhafte Löcher sind zu sehen, kilometertiefe Täler - und die Ausrüstung von Astronauten. Selbst ein verschollener Mondbesucher ist wieder aufgetaucht.

Vor einem Jahr startete die Nasa-Sonde LRO. Die Sonde habe bereits mehr digitale Informationen gesammelt als irgendeine Expedition zu einem Planeten oder Mond jemals zuvor, jubeln Astronomen. Zur Feier des Jahrestages hat die Nasa die besten Bilder der Mondsonde veröffentlicht. Sie zeigten "zehn coole Dinge, die LRO schon beobachtet hat", berichtet die amerikanische Weltraumbehörde.

Es ist nur ein kleiner Teil der gesammelten Daten - aber die haben es in sich (siehe Fotostrecke): Sie zeigen beispielsweise rätselhafte Löcher, geheimnisvolle Kanäle und die kälteste Stelle, die im Sonnensystem jemals gemessen wurde: Das Temperaturmessinstrument der Sonde fand eine Stelle am Boden des Mondkraters Hermite, an der es minus 248 Grad Celsius kalt war.

In nur 50 Kilometer Entfernung zieht die Sonde über dem Erdtrabanten ihre Bahn. Die LRO-Kamera machte Bilder mit einer Auflösung, die etwa zehn Mal so hoch ist wie bei früheren Missionen - auch von der Rückseite des Mondes: Es entstand eine Landkarte. Sie zeigt Erhebungen von bis zu 6000 Metern. Doch während Gebirge auf der Erde sich im Lauf von Millionen von Jahren geformt haben, entstanden die höchsten Mondberge wohl innerhalb von Sekunden - als Asteroiden und Kometen mit enormer Geschwindigkeit auf die Oberfläche knallten.

Fast hätten es die Astronauten geschafft

Manche Täler schneiden sich mehr als 6000 Meter tief in den Mond hinein. Den Krater Cone hatten die Astronauten der Apollo-14-Mission fast bezwungen. Sie wollten am oberen Rand des Kraters Gesteinsproben sammeln, gaben aber vor dem Ziel auf. Bilder des LRO zeigen nun, wie weit die Raumfahrer schon gekommen waren - nur dreißig Meter vom Kraterrand entfernt enden ihre Spuren.

Auch die Spuren der ersten Menschen auf dem Mond fand die Sonde nach Angaben der Nasa. Sie machte Bilder von dem Ort, an dem die Apollo 11 im Juli 1969 gelandet war. Diese zeigen unter anderem die Teile der Ausrüstung, die Neil Armstrong und Buzz Aldrin dort zurückgelassen hatten.

Außerdem ortete der LRO offenbar einen lange verschollenen Mondbesucher: Im Jahr 1970 war der russische Rover Lunokhod 1 auf dem Mond gelandet. Doch er kam nur etwa zehn Kilometer weit, bevor er im September 1971 verloren ging. Der LRO sichtete den russischen Roboter nun - mehrere Kilometer entfernt von der Stelle, an dem Wissenschaftler nach ihm gesucht hatten.

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