Houston - Auch in der Internationalen Raumstation muss regelmäßig geputzt werden. Das zeigte sich, als der Sauerstoffgenerator im amerikanischen Segment der ISS ausfiel. Grund für den Ausfall des Systems sei eine verschmutzte Membran gewesen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Astronautin Shannon Walker habe das Gerät jetzt reparieren können. Der Generator versorge das Segment nun wieder zuverlässig mit Atemluft. Der Generator hatte bereits Anfang Juli den Dienst versagt. Das Parallelaggregat im russischen Teil der Station sorgte seitdem für Abhilfe.
Kurz vor der erfolgreichen Reparatur hatten die ISS-Bewohner weitere gute Nachrichten erhalten: Die Begegnung der Raumstation mit Trümmern eines zerstörten chinesischen Wettersatelliten im Weltall verlief ohne größere Probleme. Experten hatten zeitweise befürchtet, dass die ISS durch Teile des 2007 von China zerstörten Wettersatelliten "Feng Yun" ("Wind und Wolken") getroffen werden könnte. In diesem Fall hätten sich die sechs Besatzungsmitglieder in die beiden "Sojus"-Kapseln retten können, die an die Station angekoppelt sind.
Wegen der Trümmerwolke des von Peking zerstörten Satelliten hatte die Station schon mehrfach Ausweichmanöver fliegen müssen. Eine solche Kurskorrektur wäre diesmal aber aus Zeitgründen nicht möglich gewesen. Insgesamt fliegen derzeit rund 18.000 größere Stücke Weltraumschrott um die Erde. Die Fragmente stellen nach Meinung von Fachleuten eine ernsthafte Gefahr für die Zukunft der Raumfahrt dar. Sie sollen deswegen noch besser als bisher überwacht werden.
chs/dpp/dpa
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