Der kosmische Taktgeber schien einen kleinen Hänger zu haben. Eigentlich läuft unsere Sonne alle elf Jahre durch einen Sonnenfleckenzyklus: Auf eine Phase großer Aktivität folgt eine Zeit der Ruhe - dann geht es wieder von vorn los. Doch die letzte Ruheperiode war ungewöhnlich ausgeprägt und lang. Einige Forscher hatten schon begonnen, sich Sorgen zu machen.
Nun meldet sich unser Zentralgestirn zurück. Das US-Sonnenobservatorium "SDO" und sein japanisches Pendant "Hinode" berichten von zwei beeindruckenden Sonneneruptionen am vergangenen Sonntag. Juha-Pekka Luntama von der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) bestätigt "einen erhöhten elektrischen Fluss in der Ionosphäre" - Ursache: ein erster von der Sonneneruption ausgelöster, hochenergetischer Teilchensturm (Flare), der unseren Planeten schon erreicht hat. Eine zweite Front weniger stark beschleunigter Teilchen ist noch unterwegs. Sie soll am Mittwoch ankommen - wobei "es sein könnte, dass wir nicht direkt getroffen werden", sagt Luntama mit Verweis auf das belgische Zentrum für Weltraumwetter.
Nach Angaben des Forschers handelte es sich um Ereignisse mittlerer Stärke: "Es ist nichts wirklich Ungewöhnliches passiert." Es sei noch mal alles glimpflich abgegangen: "Das war noch nicht der Sturm, vor dem sich einige Leute fürchten", sagt Esa-Mann Luntama.
Im Prinzip können Sonnenstürme auch Satelliten gefährlich werden, die hoch über der Erde kreisen. So ist im April der zwei Tonnen schwere "Intelsat Galaxy 15" ausgefallen, möglicherweise wegen Schäden durch solare Teilchen. Ähnliche Probleme scheint es diesmal nicht zu geben - laut Esa wurde keine größere Warnung für Satellitenbetreiber veröffentlicht.
Der nächste Supersturm kommt bestimmt
Um in Zukunft noch besser über das Weltraumwetter Bescheid zu wissen, baut die Organisation gerade ein gemeinsames Beobachtungsnetzwerk auf, das sich auch um gefährlichen Weltraumschrott kümmern soll. Denn im Zweifelsfall können rechtzeitige Warnungen Millioneninvestitionen retten. Vor einem Sonnensturm können Systeme eines Satelliten heruntergefahren werden, und vor Weltraumschrott kann man sich durch Kurskorrekturen schützen.
Der solare Doppelschlag vom Wochenende dürfte erst der Auftakt zu einer Phase stärkerer Sonnenaktivität gewesen sein. Weitere Sonnenstürme werden folgen, unter Umständen auch deutlich stärkere als diesmal.
Im Prinzip können die Eruptionen auch Folgen auf der Erde haben und zum Beispiel Stromnetze lahmlegen. Die hohe Elektronendichte in der Ionosphäre kann in den Leitungsnetzen am Boden für Spannungsspitzen sorgen, sogenannte geomagnetisch induzierte Ströme. Diese wiederum könnten Transformatorenstationen lahmlegen. Nach einer Prognose der National Academy of Sciences könnten allein in den USA bis zu 130 Millionen Menschen tage- oder gar wochenlang wegen solcher Ereignisse von der Stromversorgung abgeschnitten sein. Außerdem können starke Sonnenstürme die Korrosion an Pipeline-Systemen beschleunigen.
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Was könnte der Erde besseres passieren, als dass die Sonne die geistig minderbemittelte Spezies namens Mensch hinwegpustet. Es gäbe keine Umweltverseuchungen mehr, die Natur könnte sich in aller Ruhe entfalten, es gäbe keine [...] mehr...
hier erstmal das Bild vom dynamic solar observatory ( das ist eine Sonde, die man im Februar erst ins All geschosssen hat und die seither ja sensationelle Bilder liefert von der Sonnenoberfläche. Seit sie diese Sonde haben [...] mehr...
http://www.stocks.ch/nachricht/Roche_EMEA_empfiehlt_Verlaengerung_der_Tamiflu_Haltbarkeit_auf_7_von_5_Jahren_16654 Wenn der Strom mal länger ausfällt ist Medizin kostbarer als Gold. Heute ist alles sicher - solange die [...] mehr...
Nein. Bis 2012 wird die Sonnenaktivität erst das Maximum des Elfjahreszyklus erreichen. Da die Sonnenfleckenaktivität im Jahr des Minimums ( 2006/ 07 sehr gering war, rechnete man ( die NASA) mit besonderen Spitzenwerten, wenn [...] mehr...
Das steht nicht in dem Artikel. Tamiflu dürfen Sie auch nicht einfach weiterverkaufen, weil es verschreibungspflichtig ist. Gegen BSE hilft es garantiert nicht, weil BSE keine Viruserkrankung ist... mehr...
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