Washington/Cape Canaveral - Acht Stunden und drei Minuten befanden sich Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson außerhalb der Raumstation ISS, um den Austausch eines defekten Teils vorzubereiten. Schwerstarbeit mit einem hammerähnlichen Werkzeug, die auch kleinere Pausen notwendig machte. Und dann scheiterte der riskante Einsatz nach einer rekordverdächtigen Dauer.
Da während des Manövers ein Leck auftrat, konnten die Astronauten nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa nicht alle vorgesehenen Aufgaben durchführen. Beim Entfernen der letzten von vier Leitungen sei plötzlich giftiges Ammoniak ausgeströmt. Die Astronauten mussten diese deshalb wieder anstöpseln und den Arbeitsort reinigen. Zwischenzeitlich bestand auch die Sorge, dass die giftige Kühlflüssigkeit auf die Raumanzüge geraten war. Als Wheelock und Caldwell in den Außenposten der Menschheit im Weltall zurückkletterten, fanden sie jedoch keine Rückstände.
In Gefahr ist die Besatzung - drei russische Kosmonauten und drei US-Astronauten - wegen der Verzögerung nicht. Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern sollen. Eines davon war am Samstag vergangener Woche ausgefallen. Seitdem sind in der ISS aus Vorsicht einige Geräte abgeschaltet. Die Temperaturen an der wichtigsten Schaltstelle sind laut Nasa etwas höher als normal, aber im zulässigen Bereich. Kritisch werde es nur, wenn auch das zweite Kühlsystem ausfalle, bevor das erste repariert sei.
Deswegen soll die komplizierte Operation möglichst bald fortgesetzt werden. Das Ziel des Einsatzes war, den Austausch der defekten Pumpe so weit wie möglich vorzubereiten. Die Reparatur gilt als so knifflig, dass noch ein weiterer Ausstieg geplant ist - nach aktuellem Stand für kommenden Mittwoch. Im nächsten Schritt muss das 355 Kilogramm schwere Ersatzteil über eine Strecke von etwa zehn Metern transportiert werden, um es dann einzubauen.
Die ISS-Besatzung hatte gehofft, mit den Arbeiten schon viel weiter zu sein. Schon der Weltraumspaziergang vom Samstag hatte sich um einen Tag verzögert, weil man den Astronauten für ihre Vorbereitungen mehr Zeit hatte geben wollen. Nach dem Zwischenfall will die Nasa das weitere Vorgehen noch einmal überdenken.
can/AFP/apn/dpa
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Es gibt aktuell keinen Grund zur Eile bei der Maßnahme. Zudem haben die Astronauten sowas noch nie geübt. Ein 2. Kühlkreislauf ist störungsfrei aktiv und damit liegt kein Zeitdruck vor. Allerdings vermundert es dass man nicht [...] mehr...
Haben Sie schon mal versucht, einen 100k Sandsack in Bewegung zu versetzen bzw. abzubremsen, wenn dieser an einem langen Seil aufgehängt ist? Bitte lesen Sie mal bei Wikipedia nach, was der Unterschied zwischen Gewicht und Masse [...] mehr...
Oder irgendwo in die ISS reindonnert. mehr...
ist wohl nicht das schwerste in der Schwerelosigkeit. Eher die Konzentration dem Ding nicht zuviel Schwung zu geben, damit es nicht davon fliegt. mehr...
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