• Drucken
  • Senden
  • Feedback
11.08.2010
 

Erfolgreicher Außeneinsatz

Astronauten kommen ISS-Reparatur näher

ISS-Astronaut Doug Wheelock bei dem Reparatur-Einsatz: Hochkompliziertes ManöverZur Großansicht
REUTERS

ISS-Astronaut Doug Wheelock bei dem Reparatur-Einsatz: Hochkompliziertes Manöver

Nach mehreren Rückschlägen haben die Astronauten der Internationalen Raumstation einen wichtigen Erfolg zu vermelden: Sie konnten eine defekte Pumpe abmontieren - Ende der Woche soll ein finaler Einsatz die Probleme mit dem ISS-Kühlsystem endlich beheben.

Washington/Cape Canaveral - Und wieder von vorne: Ein erster Reparaturversuch an der Raumstation ISS war vor wenigen Tagen nach rekordverdächtigen acht Stunden gescheitert. Die Wiederholung des komplizierten Manövers dauerte jetzt mit über sieben Stunden fast ebenso lange, diesmal hatten die Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson jedoch Erfolg.

Es gelang ihnen am Mittwoch, ein defektes Modul abzumontieren, das am 31. Juli zum Ausfall eines wichtigen Kühlsystems geführt hatte. Das Teil, das in Form und Größe einer Badewanne ähnelt, wurde dann mit Hilfe des ISS-Roboterarmes sicher auf einer Vorrichtung außen an der ISS verstaut.

Anschließend begann das amerikanische Duo mit den Vorbereitungen auf das "Finale": Es entfernte Bolzen an einer Vorratsplattform, auf der insgesamt vier Reservepumpen untergebracht sind. Eine von ihnen soll das abmontierte Teil ersetzen. Die Reparatur ist insgesamt hochkompliziert, weil die Leitungen fest angeschlossen und die Pumpen sehr unförmig sind.

Mindestens ein weiterer Einsatz ist notwendig. Der nächste soll nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa frühestens am Sonntag erfolgen.

Der erste Versuch, das defekte Teil zu entfernen, hatte unterbrochen werden müssen, weil plötzlich mehr als ein Kilogramm giftiges Ammoniak aus einem Leck ausgeströmt war. Diese Komplikationen hatten zum längsten Außeneinsatz in der Geschichte der ISS geführt: acht Stunden und drei Minuten.

Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern sollen. Seit eines der Systeme ausgefallen ist, sind in der ISS aus Vorsicht einige Geräte abgeschaltet. Die wichtigen Systeme an Bord arbeiteten aber normal, versicherte die Nasa. Auch wenn die Besatzung derzeit nicht gefährdet ist, ist der Defekt nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Er zählt nach Nasa-Angaben zu den gravierendsten Pannen in der zwölfjährigen Geschichte der Raumstation. Kritisch wird es, wenn auch das zweite Kühlsystem ausfalle, bevor das erste repariert wurde.

can/dpa/AFP/apn

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
alles aus der Rubrik Weltall
alles zum Thema Internationale Raumstation

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Verwandte Themen


Video-Quiz

Esa
Forschen im freien Fall: Kommt ein Bumerang in der Schwerelosigkeit zurück? Was passiert mit einem aufgeschlagenen Ei? SPIEGEL ONLINE hat es für Sie bei einem Parabelflug der Esa ausprobiert. Rätseln Sie mit - und sehen Sie die Antworten im Video.





TOP



TOP