Cape Canaveral - Im Orbit geht wieder alles seinen gewohnten Gang: Ab Donnerstag sollen die Forschungsarbeiten auf der Internationalen Raumstation (ISS) wieder regulär laufen, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Zuvor hatte es massive Einschränkungen wegen eines defekten Kühlkreislaufs gegeben. Wegen einer kaputten Pumpe hatten die drei Amerikaner und drei Russen auf der Station einen Teil der Geräte ausschalten müssen.
Seit Montag funktioniert der Kühlkreislauf wieder. Die US-Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson hatten bei insgesamt drei Außeneinsätzen die Ammoniakpumpe ausgetauscht. Bei den außerplanmäßigen Missionen arbeitete das Duo insgesamt 22 Stunden und 49 Minuten im freien Raum. Der erste Ausstieg markierte mit einer Dauer von acht Stunden und drei Minuten einen ISS-Rekord.
Inzwischen sind auch das japanische "Kibo"- und das europäische "Columbus"-Forschungsmodul wieder an den Kühlkreislauf der Station angeschlossen. Außerdem wurde am Mittwochabend die Flugbahn ISS um 2,2 Kilometer angehoben. Dazu wurden nach Angaben des russischen Flugleitzentrums die acht Annäherungs- und Orientierungstriebwerke des Frachtraumschiffes "Progress M-06M" für knapp elf Minuten gezündet.
Nach dem Manöver umkreist die Station die Erde jetzt in einer mittleren Höhe von 355,5 Kilometern. Das Ziel war, das Ankoppeln eines Frachtraumschiffs zu erleichtern. "Progress M-07M" soll am 8. September von Baikonur in Kasachstan starten und zwei Tage später an der Station andocken. Außerdem soll mit der Kurskorrektur auch die Rückkehr des bemannten Raumschiffs "Sojus TMA-18" zur Erde vereinfacht werden. Der Transporter soll am 24. September mit drei Astronauten an Bord in der kasachischen Steppe landen.
chs/apn/ddp
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