Washington/Tucson - Fast wäre es brenzlig geworden: Zwei Asteroiden fliegen am Mittwoch und Donnerstag an der Erde vorbei. Die metergroßen Himmelsobjekte kommen unserer Erde näher als der Mond, wie die US-Weltraumbehörde Nasa in Washington mitteilte. Doch - und das ist die gute Nachricht - keiner der beiden werde die Erde treffen.
Allerdings wurden die beiden Asteroiden erst am Sonntag entdeckt. Das Catalina Sky Survey, ein Teleskop in der Nähe von Tucson (US-Bundesstaat Arizona) hatte die Flugkörper gesichtet und ihre Beobachtungen anschließend an die Nasa übermittelt.
Daraufhin haben Experten der Nasa die Brocken untersucht und kommen zu dem Ergebnis: Der erste, Asteroid 2010 RX30, misst 10 bis 20 Meter im Durchmesser und ist am Mittwoch um 11.51 Uhr (deutscher Zeit) in einer Entfernung von 248.000 Kilometern an der Erde vorbeigeschnellt. Näher heran kommt Asteroid 2010 RF12 in der Nacht zum Donnerstag: Er ist 6 bis 14 Meter groß und soll um 00.12 Uhr in einer Distanz von nur 79.000 Kilometern vorbeifliegen.
Am Himmel zu erspähen
Die beiden Himmelskörper kommen so nahe, dass schon durchschnittliche Amateur-Teleskope ausreichen dürften, um sie am Himmel zu erspähen, berichtet die Nasa.
Welche Folgen es für die Erde gehabt hätte, wenn die Himmelskörper auf Kollisionskurs mit der Erde gewesen wären, ist nicht ganz klar. Die Forscher der Nasa gehen davon aber aus, dass Asteroiden von weniger als 25 Metern Durchmesser normalerweise in der Erdatmosphäre verglühen.
Im Januar raste der Asteroid "2010 AL30" ähnlich dicht an der Erde vorbei: Das kosmische Geschoss war knapp 36.000 Kilometer pro Stunde schnell, hatte einen geschätzten Durchmesser von zehn bis fünfzehn Metern und war nur 130.000 Kilometer von unserem Planeten entfernt.
Keine Abwehrmöglichkeit
Absolute Zahlen für Einschläge von Asteroiden auf der Erde gibt es nicht. Statistiken zufolge schlägt etwa einmal pro Jahr ein fünf bis zehn Meter großer Brocken auf die Erde ein. Schäden treten dabei allerdings so gut wie nicht auf, weil diese kleinen Himmelskörper beim Auftreffen auf die Erdatmosphäre meist explodieren und verdampfen. Man geht daher davon aus, dass viele der Treffer gar nicht registriert werden.
Doch alle 2000 Jahre ist der Nasa zufolge - statistisch gesehen - mit dem Einschlag eines rund 100 Meter großen Geschosses zu rechnen. Das hätte weitaus schlimmere Folgen: Zumindest die Einschlagregion würde dadurch heftig verwüstet. Eine funktionierende Rettungstechnik, die einen Asteroiden auf Kollisionskurs ablenken könnte, steht der Menschheit bisher jedoch nicht zur Verfügung. Sogar das Geld für die Suche nach den fliegenden Brocken ist knapp.
Welche spektakulären Folgen der Einschlag eines großen kosmischen Objekts auf einem Planeten haben kann, sahen Astronomen zuletzt im vergangenen Sommer. Damals war auf dem Jupiter ein Asteroid oder Komet eingeschlagen - und hatte zeitweise eine Narbe von der Größe des Pazifischen Ozeans hinterlassen (siehe Fotostrecke).
cib/dpa
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Die (wenn auch späte) Entdeckung von solch relativ winzigen Himmelskörpern (Durchmesser <30 m!) in einer Entfernung von mehreren Zehntausend Kilometern zeigt doch, welch atemberaubende Fortschritte die Astronomie gemacht hat! [...] mehr...
Die Vorstellung gefällt mir irgendwie ;-) mehr...
Wann, wo hätte es denn der Gesellschaft je was gebracht, Geld in die Soziologie zu stecken? Das exakte Gegenteil ist doch der Fall. Es ist sogar billiger Geld zu verbrennen, als es etwa in die Soziologie zu stecken ... und [...] mehr...
Mich hingegen wundern solche Feststellungen überhaupt nicht. Da es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass die Natur oder die Erde etwas will, bzw. dass einer von beiden einen Willen hat ... ist den beiden Lausbuben natürlich auch [...] mehr...
also entweder wurde der beitrag dahingehend wie folgt korrigiert oder ich verstehe sie völlig falsch ;) **** Näher heran kommt Asteroid 2010 RF12 in der Nacht zum Donnerstag: Er ist 6 bis 14 Meter groß und soll um 00.12 Uhr [...] mehr...
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