260 Kilometer hoch Iran schießt Satellit in Erdumlaufbahn

Per Langstreckenrakete hat Iran einen Beobachtungssatelliten ins Weltall befördert. Seine hochauflösenden Bilder von der Erde sollen für Landkarten verwendet werden - behauptet das Regime. Die Transporttechnologie könnte aber auch für Atomsprengköpfe verwendet werden.

Start der Safir-Rakete (Screenshot des iranischen Staatsfernsehens): Bilder für Landkarten?
AFP

Start der Safir-Rakete (Screenshot des iranischen Staatsfernsehens): Bilder für Landkarten?


Teheran - Er soll in den kommenden zwei Monaten 15-mal pro Tag die Erde umkreisen: Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren selbstgebauten Satelliten ins All geschossen. Der Satellit Rassad-1 sei am Mittwoch mit einer Safir-Rakete ins Weltall gebracht und in 260 Kilometern Höhe ausgesetzt worden, berichtete der staatliche Fernsehsender Al Alam.

Der Beobachtungssatellit wurde laut dem Sender an der Malek-Aschtar-Universität in Teheran entwickelt, die den Revolutionsgarden nahesteht. Von seiner Umlaufbahn aus werde Rassad-1 hochauflösende Bilder der Erde für Landkarten zum Boden schicken.

Der Iran hatte erstmals im Februar 2009 einen Satelliten ins All gebracht und damit weitere Ängste bei der internationalen Gemeinschaft geschürt. Die USA und andere westliche Staaten verdächtigen Teheran, mit seinem Programm zur Uran-Anreicherung die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben.

Nach Ansicht von Experten - und zum Missfallen der westlichen Staaten - könnte die Technologie zum Transport von Satelliten auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Die Regierung in Teheran weist dies zurück mit dem Argument, ihr Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung.

fdi/AFP/Reuters/dapd



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sagichned 15.06.2011
1. thema
"Die Regierung in Teheran weist dies zurück mit dem Argument, ihr Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung." Ich bezweifele, dass der Iran auf diesen schwachsinn überhaupt eingegangen ist.
Spiegelfreund 15.06.2011
2. Arme Perser
Lasst doch bitte die Iraner auch einmal technischen Fortschritt schaffen, ohne alles gleich militärisch einzuordnen und in ein Gut-Böse-Schema zu pressen. Ansonsten könnte man gleiches auch zu Brasilien, Indien, Südafrika, Israel, etc. schreiben. Von den "etablierten Staaten" ganz zu schweigen.
silenced 15.06.2011
3. <->
Manche haben doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank ... wenn man sowas hier liest: ---Zitat von www.spiegel.de--- Nach Ansicht von Experten - und zum Missfallen der westlichen Staaten - könnte die Technologie zum Transport von Satelliten auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. ---Zitatende--- Wenn man SO argumentiert, dann kann man auch das bauen von Schulen und Universitäten verurteilen, denn da kann man die zukünftigen Ingenieure und Wissenschaftler heranzüchten die dann Massenvernichtungswaffen und Technologie zur Verbreitung und zum Einsatz selbiger entwickeln. Mir wird schon wieder sowas von Speiübel.
atherom 16.06.2011
4. Atomstrom? Nein danke!
Zitat von sysopPer Langstreckenrakete hat Iran einen Beobachtungssatelliten ins Weltall befördert. Seine hochauflösenden Bilder von der Erde sollen für Landkarten verwendet werden - behauptet das Regime. Die Transporttechnologie könnte aber auch für Atomsprengköpfe verwendet werden. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,768670,00.html
Aber Iran hat das Recht auf Atomenergie (Deutsche Anti-Atombewegung)
fusulinakon 16.06.2011
5. Verantwortung tragen
Na und? was geht´s Ihnen das an? Iraner werden selbstverständlich noch leistungsfähigere Geräte nach oben schießen wenn sie das für nötig halten. Was ist eingentlich mit Ihrer Verantwortung bei der Verkauf von Giftgas an Saddam Hussain? Vergessen haben und werden wir nie. Der Tag der Verantwortung vor Gericht wird bestimmt kommen. Ganz sicher.
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