50 Jahre Nasa: Die Welt(t)raumbehörde

Von und

Sie hat nahezu Unmögliches vollbracht und produzierte doch peinliche Pannen: Die US-Weltraumbehörde Nasa feiert ihr 50-jähriges Bestehen. SPIEGEL ONLINE blickt zurück auf Triumphe bei der Eroberung des Alls, herbe Rückschläge und menschliche Tragödien.

Die Nasa ist ein Mythos: mächtige Raketen, die bis zum Mond fliegen, Sonden, die das Sonnensystem verlassen und in den interstellaren Raum rasen. Welches Kind träumt nicht davon, dabei zu sein, wenn die Tür zu fremden Welten aufgestoßen wird?

Die US-Raumfahrtbehörde hat Helden geschaffen - auch dank üppiger Ressourcen wie einem Jahresetat von derzeit 17 Milliarden Dollar und knapp 18.000 Angestellten. Vor allem die spektakulären Mondlandungen haben das Selbstbewusstsein der Amerikaner geprägt: Wir können alles schaffen, wenn wir nur wollen. Die Nasa war und ist mehr als nur eine Raumfahrtbehörde. Sie war Image-stiftend, sie war ein Instrument der Politik und auch des Militärs.

Helden wurden jedoch nicht nur die Astronauten, die auf dem Mond spazieren gingen, sondern auch die Nasa-Ingenieure. Sie haben die mächtigen Raketen entwickelt, um bis zum Mond und zum Mars zu fliegen. "This is not rocket science" - das ist keine Raketenwissenschaft, sagen Amerikaner, wenn sie ausdrücken wollen, dass eine Sache nicht wirklich kompliziert ist. Ein Ausdruck des großen Respekts vor den Erbauern der gewaltigen Geschosse, die im schlimmsten Fall auch als gewaltiger Feuerball enden können.

Riesige Erfolge hat die Nasa gefeiert - aber auch schlimme Katastrophen erlebt. Zwei Space Shuttles stürzten ab, alle Astronauten an Bord starben. Nach den erfolgreichen Mondlandungen fehlten der oft als bürokratisch verschrieenen Behörde neue Ziele. Die bemannte Raumfahrt erschien plötzlich langweilig.

Wissenschaftlich gesehen begann die große Zeit der Nasa erst nach dem "Apollo"-Projekt. Sonden besuchten andere Planeten, bei der Mission "Deep Impact" wurde gar ein Komet beschossen, um den aufgewirbelten Staub analysieren zu können. Das heutige Wissen über das Sonnensystem und das Universum verdankt die Menschheit vor allem unbemannten Nasa-Raumschiffen und Weltraumteleskopen wie "Hubble" und "Spitzer". Mehr als 200 Planeten außerhalb des Sonnensystems sind mittlerweile bekannt, immer mehr wissen Astrophysiker über die Anfänge des Universums - dank der Nasa.

Zum 50. Geburtstag der National Aeronautics and Space Administration dokumentiert SPIEGEL ONLINE in einer dreiteiligen Serie die Meilensteine in der Geschichte einer Behörde, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Grenzen des Wissens zu erweitern und neue Welten zu entdecken.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Weltall
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite
Fotostrecke
50 Jahre Nasa: Meilensteine der Eroberung des Alls
Fotostrecke
Abgestürzt: Die größten Rückschläge der Nasa-Geschichte

Fotostrecke
Von Braun und Co.: Deutsche Köpfe für das US-Raumprogramm
Fotostrecke
"Sputnik" und Gagarin: Die Sowjetunion legte vor