Ab ins All Russland plant Sojus-Kapseln für Weltraumtouristen

Ferienflieger ins All: Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos will spezielle Sojus-Shuttles nur für Weltraumtouristen bauen. Der erste Flug soll bereits 2011 starten - zur Weltraumstation ISS.


Berlin/Moskau - Die ersten Planungsschritte zur Fertigung der eigens für Weltraumtouristen konstruierten "Sojus"-Raumschiffe sind schon gemacht: Wie die Raumfahrtagentur Roskosmos am Dienstag in Moskau mitteilte, ist die Anfangsfinanzierung für die erste Kapsel mit einem nicht näher bezeichneten Investor bereits vereinbart worden. Das Raumschiff werde voraussichtlich im Jahr 2011 mit einem Berufsastronauten und zwei zahlenden Weltraumtouristen an Bord zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Sojus-Start: Bald sollen Touristen mit speziellen Raumschiffen ins All fliegen
AP

Sojus-Start: Bald sollen Touristen mit speziellen Raumschiffen ins All fliegen

Weitere Missionen außerhalb des offiziellen ISS-Programms seien angesichts der großen Nachfrage nicht ausgeschlossen. Der Preis für solche exklusiven Ausflüge ins All, die eine Woche dauern sollen, ist bisher nicht bekannt. Die bisherigen fünf Weltraumtouristen aus den USA und Südafrika haben etwa zwischen 20 und 30 Millionen Dollar für den Flug bezahlt.

Roskosmos betonte in diesem Zusammenhang, dass Russland daneben allen seinen Verpflichtungen nachkomme und die erforderliche Zahl Sojus-Raumschiffe für die Verdopplung der ISS-Stammbesatzung auf sechs Kosmonauten und Astronauten nach dem Frühjahr 2009 zur Verfügung stelle.

Im Herbst 2008 und im Frühjahr flögen der US-Bürger Richard Garriott und ein weiterer Weltraumtourist allerdings noch mit den etatmäßigen dreisitzigen Sojus-Kapseln zur Station. Das sei so mit den ISS-Partnern abgesprochen. Danach seien diese Raumschiffe ausschließlich dem Transport der Crews zur Station und zurück zur Erde vorbehalten.

hen/ddp

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